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Drogenplantage wegen Erpressung angelegt?

Prozess am Landgericht geht weiter Drogenplantage wegen Erpressung angelegt?

Angeklagt sind ein Borsteler sowie seine Ex-Frau und ihr neuer Lebensgefährte. Gestern wurde der Prozess wegen des Betreibens einer Cannabis-Plantage vor der zweiten großen Strafkammer des Landgerichts Bückeburg fortgesetzt. In einem Deal mit dem Gericht hatten die Angeklagten zuvor Geständnisse abgelegt.

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Wie sehr war der 56-jährige Angeklagte involviert?

Quelle: dpa

AUETAL/BÜCKEBURG. Diese decken sich allerdings in Teilen nicht mit den Aussagen vor Gericht. Die vorsitzende Richterin Eike Höcker wies darauf hin, dass bei dem Deal insbesondere aber die Geständigkeit der Angeklagten betrachtet worden sei. Wenn sich das jetzt anders gestalte, könnte der Deal wieder platzen.

 Gestern Vormittag stand vor allem die Frage im Raum, ob der angeklagte Ex-Mann nur von der Cannabis-Plantage unter seinem Dach wusste und die Räume zur Verfügung stellte, oder ob er selbst Mittäter gewesen ist. Vor Gericht gibt der 56-Jährige zu, nicht nur von der Plantage gewusst, sondern auch für technische Fragen zuständig gewesen zu sein. Wenn er die Plantage unter seinem Dach schon dulde, so der Borsteler, dann könne er auch nicht sagen, sie müssten alleine klarkommen.

Gegossen, ja oder nein?

 Hartnäckig hakte die Vorsitzenden Richterin Eike Höcker vor allem bei der Frage nach, ob der 56-Jährige die Pflanzen dann auch gegossen habe. Denn wie ein später befragter Polizeibeamter aus Hannover angab, müssen vor allem kleine Stecklinge – darum handelte es sich bei den 486 Pflanzen offenbar – intensiv gepflegt werden. Da die Angeklagte damals allerdings schon nicht mehr im Auetal wohnte, ergibt sich die Frage, wer sich um die Cannabis-Pflanzen gekümmert habe. Ihr Ex-Mann gibt an, das Gießen sei alleine Sache seiner Frau gewesen. Ob ihr neuer Lebensgefährten sie dabei unterstützt habe, wisse er nicht.

 Er gibt außerdem an, bei der Plantage habe es sich seines Wissens nach um eine „Aufzuchtstation“ für kleine Cannabis-Pflanzen gehandelt. Sie sollten gar nicht bis zur Erntereife im Auetal aufgezogen werden. Dafür hätte auch der Platz nicht gereicht. Die Aussage seiner Exfrau, auch er habe versucht, Cannabis-Samen im Internet zu kaufen, dabei allerdings nur Chinabohnen-Samen erhalten, weist er zurück.

Ex-Frau in Gefahr

 Mehrmals verweist er in seiner Aussage darauf, der Cannabis-Plantage in seinem Haus nur zugestimmt zu haben, weil seine Frau verschuldet gewesen sei. Außerdem sei sie erpresst worden – der 56-Jährige deutet dabei auch direkte Gefahr für seine Exfrau und ihre Familie an. jak

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