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Eigenheim aus Sandstein

Blick in die Geschichte des Auetal Eigenheim aus Sandstein

Die westlichen Dörfer des Auetals, insbesondere Kathrinhagen und Borstel, sind einst zum Teil eng mit den naheliegenden Obernkirchener Sandsteinbrüchen auf dem Bückeberg verbunden gewesen. Das hatte seinen guten Grund: Für die nicht erbenden Bauernsöhne gab es dort Beschäftigung als Steinhauer, Steinbrucharbeiter oder Fuhrwerksbetreiber.

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Wer im Steinbruch Arbeit fand, der fand auch günstiges Material für den eigenen Hausbau. Davon erzählen in Borstel drei Häuser.

Quelle: rnk

Auetal. Und Arbeit gab es mehr als genug, denn mit der Wiederaufnahme des Dombaues in Köln und dem neuen Transportweg Eisenbahn nahmen die Steinbrüche in den 1860er Jahren einen wirtschaftlichen Aufschwung.

 Kontinuierliche Arbeit und guter Verdienst ermöglichten nun auch den Steinhauern einen bescheidenen eigenen Hausbau. 1864 errichteten sich Borsteler Steinhauer mit viel Eigenarbeit drei kleine Wohnhäuser in Ortsrandlage an einem kleinen Hohlweg, der zur Paschenburg führt.

 Bei den drei Häuschen ist für Keller, Einfassungsmauer, Fenstergewände und Türstürze bemerkenswert viel Obernkirchener Sandstein verbaut worden. Auch in Rannenberg finden sich noch Häuser, die auf ähnliche Art errichtet wurden.

 Erinnert wird an diese Kleinode, die nicht jeder kennt, an diese Schätze im Verborgenen, durch die Schaumburger Spurensuche: In dieser Sammlung ist das Wissen um wertvolle Zeugnisse der Kultur und der historischen Landnutzung zusammengetragen. Denn immer noch gehen durch Unkenntnis und Gedankenlosigkeit viele erhaltenswerte Relikte der ehemaligen Arbeits- und Lebenswelt verloren.

 Deshalb sei es dringend geboten, durch Aufklärung und Begeisterung für diese alten Spezialitäten, dem schleichenden Verlust entgegen zu wirken, heißt es auf der Internetseite: „Das Projekt Spurensuche trägt zum Erhalt und Schutz des Kulturgutes bei.“ Denn durch die Spurensuche werde die Vielfalt der landschaftlichen Besonderheiten gezeigt, die zur Eigenart und Schönheit einer Landschaft beitragen. Die Arbeit erfolgt übrigens durch ehrenamtliche Mitglieder, deren wesentliches Ziel es sei, die Kulturgüter zu erkennen, zu beschützen und zu erhalten. rnk

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