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Ein Bad, zwei Welten

Bilanz im Freibad Rolfshagen Ein Bad, zwei Welten

Kurz vor Toreschluss kann die Freibad-Chefin die Tagesbilanz ziehen: rund 260 zahlende Gäste.

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Ein Profi-Duo hinter den Reglern: Pauke Schaumburg.

Rolfshagen. „Damit bin ich richtig zufrieden“, sagt Andrea Jagata und macht diese Rechnung auf: An einem anderen Sonnabend im August, mit bewölkten Himmel und anderen Ereignissen wie der Einschulung, würden vielleicht 70 bis 80 Badegäste kommen. So sind es 180 mehr geworden, die der Gemeinde nebenbei ein paar Hundert Euro einbringen, weil der Eintritt an diesem Tag wie immer bei 2,50 Euro lag – trotz des Musik- und Essen-Festivals.

 Auf die Minute pünktlich war der Regen. Um 12 Uhr wehte der Westwind dunkle Wolken in Richtung Rolfshäger Freibad. Eine Stunde lang goss es wie aus Kübeln, ehe sich der Himmel wieder aufklarte. Als später noch einmal ein kleiner Schauer folgte, reagierten alle unaufgeregt: Man stellte sich unter, und vor der Arche, auf der „Trampolinmusik“ die Anlage aufgebaut hatte, hielten zwei, drei Fans einfach mal eine Plane hoch, damit die Mischgeräte trocken blieben.

 Die Besucher verteilten sich im Freibad, und das sollte auch das Problem sein: Die Welten mischten sich nicht. Hier die Jugendlichen, die wegen der Musik gekommen waren, dort die Rolfshäger jenseits der 30, die einfach mal vorbeikommen und gucken wollten.

 Vielleicht hätte man die Essens- und Getränkestände konzentrieren sollen: Weil der Getränkestand der „Trampolinmusiker“ direkt neben der Arche stand, bestand kaum Notwendigkeit, mal auf die vordere Seite des Bades zu wechseln, dorthin, wo die DLRG Kuchen anbot und die Schaumburger Grillmeister Nackensteaks.

 Die beiden Welten also: Treffen können hätten sie sich am Stand von Birgit Brinkmann, weil sie bei ihrem Essen einen ähnlichen Ansatz pflegt wie „Trampolinmusik“ an diesem Tag bei den Getränken. Man kann damit die Welt ein klitzekleines Stückchen besser machen. Hier die Fair-Trade-Bio-Getränke, von denen ein Gewinnanteil soziale Projekte in jenen Regionen unterstützt, aus denen die Zutaten stammen, dort die Sozialwissenschaftlerin, die die Essensgewohnheiten der Menschen umkrempeln möchte und sich für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion einsetzt, für eine gesündere Zusammenstellung der Nahrungsmittel, für mehr Lebensqualität.

 Zurück zur Musik: „Trampolinmusik“ ist ein kleiner Verbund von rund 200 bis 250 Menschen, und ein Großteil hat es ins Freibad geschafft, auch wenn die meisten erst ab 16 bis 17 Uhr eintrudeln. Die Stimmung ist acht Stunden lang sehr schön, sehr entspannt. Die Musik kommt moderat daher: nicht zu laut, nicht zu leise. Und Marius Lesemann als DJ legt ein ungemein groovig-lässiges Set auf, ehe Pauke Schaumburg als Headliner später den Beat ein bisschen anzieht.

 „Trampolinmusik“ zieht am nächsten Morgen auf Facebook ein Fazit: „Trotz des Regens freudige Stimmung. Danke für diesen Tag!“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

rnk

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