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Ein Geschenk nimmt in die Pflicht

Hattendorf / Heimatverein Ein Geschenk nimmt in die Pflicht

Der Vorgänger hat einen gut aufgestellten Verein hinterlassen, die Helfertruppe trifft sich jeden Mittwoch und krempelt dann im Museum die Ärmel hoch: Britta Springmann hätte durchaus deutlich schlechtere Voraussetzungen vorfinden können, als sie vor gut einem halben Jahr das Amt der Vorsitzenden des Auetaler Heimatvereins übernahm.

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Meist fällt der Blick auf die bäuerliche Landwirtschaft etwas idyllisch aus. Dieses Schild im Museum weist auch auf die Gefahr hin.rnk

Hattendorf. Natürlich gilt ihr erster Dank beim Rückblick auf die Sommersaison den Helfern – und es ist zugleich ein kleiner Appell für das Engagement im Ehrenamt: „Wer eine solche Truppe hinter sich stehen hat, braucht keine Angst vor der Arbeit und der Aufgabe zu haben.“ Das einzige Problem wäre die ihr selbst fehlende Zeit. Als Vollzeit-Arbeitende gibt es nur schmale Zeitfenster, und manchmal hat sie deshalb ein etwas schlechtes Gewissen: Könnte es nicht mehr sein?

 Aber in den nächsten Wochen und Monaten sind ja vor allem die Helfer gefragt, denn die drei neuen Räume, die dem Museum nach dem Auszug des Kindergartens zugeschlagen wurden, müssen renoviert werden. Eine Treppe muss auch noch gebaut werden, und anschließend müssen die Räume gestaltet werden. „Es geht nicht um Grundsätzliches, es geht um Kleinigkeiten“, formuliert es Britta Springmann. Man wird sich daher zusammensetzen, alles durchsprechen und ein Ergebnis finden, das am 1. Mai 2014 angeschaut werden kann.

 Denn sie sieht den Heimatverein durchaus in der Pflicht: Wer von der Gemeinde Auetal drei neue Räume erhalte, wer diese drei Zimmer geschenkt bekomme, der müsse sehen, dass zur Eröffnung der nächsten Saison alles fertig sei.

 Wohl wahr, denn am 1. Mai soll doppelt gefeiert werden: Das Museum gibt es seit 30 und den Verein seit 45 Jahren.

 Über den Winter ist das Heimatmuseum weiterhin für Gruppen geöffnet. Termine können telefonisch mit Museumsleiter Karl Hampel vereinbart werden. Und hier, bei den Gästen, findet sich auch der einzige Punkt, der Springmann Sorgen bereitet: Die Sonderschautage sind gut besucht, an den „normalen“ Sonntagen jedoch könnten es deutlich mehr sein. Viel mehr Menschen müssten ihre Ausflugstermine mit einem Museumsbesuch verbinden, meint sie: Das Heimatmuseum müsste ein Platz sein, zu dem Kinder mit ihren Eltern und Großeltern fahren würden, um sich dort etwas anzuschauen.  rnk

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