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Ein Leben lang treu

Auetaler Tierfotograf lichtet Waldkauz ab Ein Leben lang treu

„Den Waldkauz“, sagt Marc-Andrè Rehberg, „den habe ich eigentlich durch Zufall auf einem Gang durchs Auetaler Revier entdeckt.“ Der Borsteler Tier- und Naturfotograf hatte schon oft dieses Astloch einer Buche im Visier und dachte sich: Da könnte doch etwas drin sitzen? Und abends hatte er dort in der Umgebung den Waldkauz immerhin schon rufen hören.

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Perfekt: Mit dunklen Augen blickt der Waldkauz in die Auetaler Welt und die in die Linse des Tierfotografen Marc-André Rehberg.

Quelle: pr.

Von Frank Westermann Auetal. „Und tatsächlich“, erzählt der Auetaler weiter, „eines Abends wartete ich mal etwas länger dort an dem besagten Baum, um doch mal zu gucken, ob da der Waldkauz sein Zuhause hat – und da guckte er plötzlich neugierig aus seinem Loch in die Kamera.“

 Das Tier war zu Anfang noch ziemlich zurückhaltend, aber nach und nach gewöhnte er sich wohl an Rehberg und duldete ihn, sodass der Borsteler ihn in aller Seelenruhe fotografieren konnte.

 Aber, so schränkt Rehberg ein, das war nicht unbedingt ein Vorteil, jedenfalls aus Sicht der Fotografen: Der Waldkauz war entspannt und relaxt – und schlief nur noch, schließlich drohte weder von Mensch noch Kamera eine Gefahr.

 Grundsätzlich, sagt Rehberg, müsse es auch so sein: „Denn ich will die Tiere durch meine Fotografie ja nicht in unnötige Stresssituationen bringen.“ Aber Bilder vom Waldkauz mit offenen Augen sind naturgemäß deutlich ausdrucksstärker.

 Der Waldkauz ist selten zu sehen, aber er ist mit der Waldohreule die häufigste Eulenart in Deutschland. Er ist in baumreichen Gebieten zu Hause und benötigt als Brutgebiet reich strukturierte Landschaften, in denen sich Wälder und frei stehende Baumgruppen mit offenen Flächen abwechseln. Im Auetal kann er sich daher an vielen Plätzen heimisch fühlen. Am Tag, sagt Rehberg, sehe man den Waldkauz nicht allzu oft, mit seinen dunklen schwarzen offenen Augen. „Jetzt beziehen sie zudem ihr Winterquartier.“

 Im Gegensatz zu den meisten Menschen sind sich Waldkauzpärchen ein Leben lang treu. Die Partner trennen sich zwar nach der Brutzeit, ziehen dann aber im Spätherbst wieder zusammen. Und: Während der Balz wartet das Männchen mit Hochzeitsgeschenken auf, um seiner Partnerin zu zeigen, dass er immer noch gut für sie sorgen kann.

 Der Waldkauz gilt als nicht gefährdet dank seiner geringen Ansprüche an Brutstellen, doch Naturschützer unterstützen ihn dennoch. Nistkästen mit entsprechend großem Schlupfloch erleichtern der Eule die Brut im frühen Januar.

 Der Balzruf ist in den winterlichen Dörfern und Parkanlagen noch zu hören, wo auch die Bettelrufe der Jungen später vorkommen. Je „sauberer“ die Altbaumbestände, desto nötiger die Unterstützung. Auf der Internet-Seite des Nabu Rinteln sind entsprechende Baupläne für Bruthöhlen abrufbar. Denn als Höhlenbrüter nimmt der Waldkauz auch künstliche Nistkästen als Nisthilfe an. Er ist recht anpassungsfähig und brütet auch in Gärten mit altem Baumbestand, Parkanlagen, in Alleen und auf Friedhöfen. rnk

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