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Ein Waldkindergarten im Auetal?

Fragebögen verschickt Ein Waldkindergarten im Auetal?

Vor 14 Jahren ist in Rinteln der erste Waldkindergarten der Region eingerichtet worden. Seitdem hätten auch  Auetaler Eltern wiederholt nachgefragt, ob nicht im Auetal ein solches Betreuungsangebot eingerichtet werden könnte. Es wäre eine gute Ergänzung des aktuellen Angebotes, heißt es.

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Die meisten Kinder fühlen sich wohl im Wald, haben Spaß und lernen eine Menge.

Quelle: Archiv

Auetal. Ein Waldkindergarten sei eine anerkannte Alternative zu den pädagogischen Konzepten der anderen Kindertageseinrichtungen in der Gemeinde, Bürgermeister Heinz Kraschweski. Die pädagogische Zielsetzung beinhaltet unter anderem, dass Kinder ihren natürlichen Bewegungsdrang sowie ihre eigenen Grenzen und Stärken ausleben können. Sie können die Natur ganzjährig mit allen Sinnen erleben und im Wald eigene Spielideen entwickeln und umsetzen. Das Spiel der Kinder wird natürlicher und offener. So ganz nebenbei wird auch noch das Immunsystem gestärkt – und eine natürliche Verbundenheit mit der Tier- und Pflanzenwelt entwickelt.

„Es gibt Kinder, die sich in einem Waldkindergarten sicher gut entwickeln. Wahrnehmung, Bewegung und Gleichgewicht, sind nur einige Aspekte, die trainiert werden“, sagt Beate Schürmann, Leiterin des Familienzentrums (FamZ) Rolfshagen. Die „Waldkinder“ würden außerdem ein positives Verhältnis zur Natur entwickeln, ihr Sozialverhalten und ihre Kreativität würden gefördert. Das seien aber nur einige Aspekte, die für eine Betreuung in einem Waldkindergarten sprechen.

Zurzeit sind in der Gemeinde Auetal alle Kindergartenplätze belegt. „Wir suchen nach Alternativen und Ergänzungen zum derzeitigen Platzangebot. Aber wir werden nicht gegen den Willen von Eltern einen Waldkindergarten einrichten“, betont Kraschewski.

Am Montag, 14. November, ab 19.30 Uhr findet zum Thema „Waldkindergarten im Auetal“ eine Informationsveranstaltung im Familienzentrum Rolfshagen, Rolfshagener Straße 59, statt. „Dort wollen wir interessierte Eltern umfangreich über das Konzept und die Organisation eines Waldkindergartens in der Gemeinde Auetal informieren“, so der Bürgermeister. Wer Interesse an der Veranstaltung hat, sollte sich bei der Gemeinde dafür anmelden, damit sich die Organisatoren auf eine Teilnehmerzahl einstellen können.

Fragenbögen an Familien geschickt

Die Einrichtung eines Waldkindergartens im Auetal setzt voraus, dass dieses Betreuungsangebot auch tatsächlich genutzt wird. Aus diesem Grund hat die Verwaltung entsprechende Fragebögen an alle Familien im Auetal geschickt, deren Kinder ab 2018 zur Schule kommen. „Diese Bedarfsabfrage sollte bitte ausgefüllt bis zum 18. November in den Kindertageseinrichtungen oder im Rathaus abgegeben werden“, bittet Olaf Humke, bei der Gemeinde Auetal für die Kindergärten zuständig. Nur wenn Eltern ihren Bedarf kundtun würden, könne die Gemeinde reagieren und adäquat planen. Eine Vielzahl von Rückmeldungen sei deshalb sehr wichtig.

Wo im Auetal ein Waldkindergarten eingerichtet werden könnte, ist noch offen. Die ersten Sondierungsgespräche laufen. Viel braucht es schließlich nicht: ein Waldstück, das gut mit dem Auto erreicht werden kann, ein Bauwagen in entsprechender Größe, ein Ofen und eine Erstausstattung. Alles Dinge, die schnell organisiert werden könnten, wenn Eltern entsprechenden Bedarf anmelden und Verwaltung und Politik für die Einrichtung sind.

Schürmann könnte sich einen Waldkindergarten im Wald am Ortsrand von Rolfshagen vorstellen: „Die Nähe zum Familienzentrum wäre gut, eine Kooperation möglich, und da unseren Kindern ohnehin Waldwochen sowie Wald- und Wiesentage geboten werden, wäre eine Zusammenarbeit für alle gut.“ la

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