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Ein einziges Hickhack

Streckenabschnitt Ein einziges Hickhack

Weil das Internet nichts vergisst, ist die gute Nachricht aus dem Jahr 2009 noch heute abrufbar: „Die Kreisverwaltung hat auf Anfrage des Auetaler CDU-Kreistagsabgeordneten Torben Sven Schmidt mitgeteilt, dass der Streckenabschnitt zwischen Rolfshagen und Borstel im Jahr 2011 mit der Neuanlage eines Radweges ausgebaut werden soll.

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 Für den Trecker reicht es noch, aber für alle anderen Verkehrsteilnehmer ist die Verbindung von Rolfshagen nach Borstel in einem desolaten Zustand. Und bleibt es bis zum nächsten Jahr – mindestens.

Quelle: rnk

Rolfshagen/Borstel (rnk). “ Diesen Lückenschluss hatte Schmidt bereits im Jahr 2002 im Kreis-Bauausschuss angeregt. Ausschlaggebend waren für ihn das relativ hohe Verkehrsaufkommen, der schlechte Zustand der Strecke sowie die Tatsache, dass insbesondere in den Monaten Mai bis September viele Kinder und Jugendliche diese Strecke mit dem Fahrrad befahren, um zum Freibad zu kommen. Und beim Neujahrsempfang des Ortsvorstehers hatte der damalige Bürgermeister Thomas Priemer erklärt: „2013 wird die Straße zwischen Rolfshagen und Borstel ausgebaut und bekommt einen Radweg.“

 Besser geworden ist die Holperstrecke seit der Schmidt-Anfrage nicht. „Und auch in diesem Jahr wird sich hier nichts tun“, bestätigt Landkreis-Pressesprecher Klaus Heimann: „Es gibt eine Verzögerung, aber die Gespräche laufen noch. Sicher ist aber, dass es mindestens ein Jahr dauern wird, bis mit Sanierung und Bau des Rad- und Gehweges begonnen werden kann.“

 Die Verschiebung ist ein Thema, über das niemand gern spricht. Im Umwelt- und Bauausschuss gibt es keine Nachrichten unter den möglichen Tagesordnungspunkten. Erst als Karin Kopczinsky von der CDU die Anfragen der Ratsmitglieder nutzt und wissen möchte, wann der Ausbau der K65 beginnt, gibt es eine Antwort: Ausschussvorsitzender Manfred Spenner erklärt, dass ein Anwohner nach wie vor nicht bereit ist, einen Grundstücksteil zu verkaufen, sodass sich aufgrund von Neuplanungen die Bauarbeiten verzögern.

 Geplant war, den bisherigen Radweg von Rolfshagen nach Borstel auf der rechten Seite weiterzuführen, um diesen dann am Ortseingang Borstel auf dem dort vorhandenen Weg links der Straße umschwenken zu lassen.

 „Eine Planung liegt im Kreishaus vor“, erklärt Pressesprecher Heimann, aber es werde noch Abweichungen geben, denn auch bei der Frage, wo es zu Ausgleichsmaßnahme für die Versiegelung der Fläche kommen könne, gebe es „gewisse Änderungen“. „Die Ausgleichsmaßnahmen liegen vor, aber im Einzelnen muss man noch schauen, wo sie hinkommen.“

 Konkret wollte auch Bürgermeister Heinz Kraschewski nicht werden, die Gespräche liefen noch. Aber es werde keinen Kauf um jeden Preis geben, dafür sei der Landkreis zu erfahren. Gerade im Raum Rinteln gebe es einige, die beim Preispoker überzogen hätten und dann erstaunt hätten feststellen müssen, wie schnell der Landkreis eine Alternativplanung auf den Tisch legen könne.

 Aufgrund einiger Forderungen von Anliegern sind die Bemühungen des Landkreises um Grundstücksankäufe in 2014 ins Stocken geraten, erklärt Kraschewski. Dann hätten alle Beteiligten bei einem Ortstermin entschieden, eine Neuplanung vorzunehmen, die die Landesbehörde für Straßenbau jetzt dem Landkreis vorgelegt habe: „Ich hoffe, dass die Neuplanung den Anliegerwünschen ausreichend genügt, damit die erforderlichen Grundstückskäufe schnell getätigt werden können und die Baumaßnahme 2016 umgesetzt werden kann.“ Die zeitlichen Verzögerungen seien schmerzlich, „weil die Straße in einem wirklich desolaten Zustand ist“.

 Und was sagt der Rat? Soweit er wisse, teilt Siegbert Held von der Wählergemeinschaft mit, „liegt es an gescheiterten Grundstücksverhandlungen, der Radweg muss jetzt auf der anderen Seite geplant werden“. Das bedeute erhebliche Umplanungen.

 Das sei „sehr enttäuschend“, urteile Stefan Weber, Chef der Gruppe SPD/Grüne: „Der Ausbau schwebt ja schon seit Jahren im Raum, und es gab eigentlich immer nur positive Signale seitens des Landkreises und der Kreistagsfraktion.“ Zu den Gründen für die Verschiebung könne er nichts sagen, „aber ich vermute ausschließlich finanzielle“. Denn aus fachlicher Sicht könne es keine Begründung für eine Verschiebung geben.

 Ortsvorsteher Rüdiger Teich reagiert mit Bedauern auf diese Nachricht, „weil gerade dieser Straßenabschnitt hinsichtlich der Sanierung überfällig ist“.

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