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Eine neue Ärztin für das Auetal

Gemeinschaftspraxis öffnet Eine neue Ärztin für das Auetal

Lange hat es gedauert. Gestern nun konnte Bürgermeister Heinz Kraschewski endlich die gute Nachricht verkünden: Ab dem 1. Oktober gibt es in der Gemeinde Auetal wieder eine zweite Hausärztin.

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Dr. Maren Monden (links) und Elke Schulte-Watermann werden zum 1. Oktober dieses Jahres die leerstehenden Praxisräume in der Alten Molkerei in Rehren übernehmen und dort ihre hausärztliche Gemeinschaftspraxis eröffnen.

Quelle: la

Rehren. Dr. Maren Monden, wird – gemeinsam mit Elke Schulte-Watermann – die Praxisräume in der Alten Molkerei in Rehren übernehmen und dort eine Gemeinschaftspraxis eröffnen. Monden ist Fachärztin für Inneres mit hausärztlicher Versorgung, und als Oberärztin der Geriatrie im Krankenhaus Rinteln beschäftigt. Die 48-Jährige lebt in Rolfshagen, ist verheiratet und Mutter zweier Kinder im Alter von 14 und 15 Jahren. Sie ist der Region immer treu geblieben. „Ich habe in Hannover studiert, mein praktisches Jahr im Klinikum Minden absolviert, dort eineinhalb Jahre als Ärztin im Praktikum in der Kardiologie gearbeitet und nach der zweijährigen Kinderpause habe ich 2002 im Reha-Zentrum in Bad Eilsen gearbeitet“, erläutert Monden ihren beruflichen Werdegang. Seit dem 1. Januar 2013 ist sie am Krankenhaus Rinteln, hat dort die Weiterbildung zur Fachärztin abgeschlossen und ist seit einem Jahr Oberärztin der Geriatrie.

Gemischte Klientel

„Ich habe mir schon häufig überlegt, mich zu verändern, aber bislang fehlte mir der Mut. Die Kinder waren auch noch zu klein. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt“, ist Monden überzeugt. In den vergangenen Monaten habe sie hauptsächlich mit älteren Menschen zu tun gehabt. Jetzt möchte sie auch jüngere Patienten behandeln, es also mit einer gemischten Patientenklientel zu tun bekommen. „Das bietet mir die hausärztliche Praxis“, ist Monden überzeugt, nachdem sie in der Hausarztpraxis hospitiert hat.

Seit gut einem Jahr ist Schulte-Watermann die einzige Hausärztin im Auetal. Sie ist froh, dass sich das nun ändert. „Das ist alleine einfach nicht zu schaffen“, stellte sie fest. Bislang seien alle Bemühungen, einen weiteren Arzt ins ländliche Auetal zu locken, gescheitert. „Die plötzliche Schließung der Gemeinschaftspraxis in der Alten Molkerei kam für mich, wie wohl für alle hier, völlig überraschend. Leider konnte ich nicht alle Patienten übernehmen, das war einfach nicht möglich. Deshalb gibt es in meiner Praxis zurzeit auch noch ein Stopp für die Aufnahme neuer Patienten“, so Schulte-Watermann. Ab 1. Oktober sollen aber wieder Patienten aufgenommen werden. Sie habe viele Kollegen angesprochen, und im vergangenen Jahr hatte eine Kollegin eigentlich schon fest zugesagt, war dann aber kurzfristig wieder abgesprungen.

Bemühungen tragen Früchte

Außer Schulte-Watermann hatte auch Bürgermeister Kraschewski viele Gespräche geführt, um die Praxisräume in der Alten Molkerei wieder zu beleben und die ärztliche Versorgung im Auetal zu verbessern. „Ich bin froh, dass unsere Bemühungen nach eineinhalbjähriger Vakanz nun endlich Früchte tragen. Wir bieten den beiden Ärztinnen eine top ausgestattete, barrierefreie Praxis und jede erdenkliche Unterstützung“, so Kraschewski. Die Räume in der Alten Molkerei mieten die beiden Ärztinnen von der Gemeinde Auetal an. Es sollen nur kleine Veränderungen vor der Neueröffnung am 1. Oktober vorgenommen werden.

„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Maren Monden, die mit ihrer internistischen Erfahrung ein Gewinn für unsere Praxis ist“, sagt Schulte-Watermann, die selbstverständlich auch künftig neben der hausärztlichen Betreuung der Patienten homöopathische Behandlungen anbietet.

Zukunftsmusik

Eine wirklich einschneidende Verbesserung der hausärztlichen Versorgung im Auetal wird die künftige Gemeinschaftspraxis allerdings wohl nicht bieten. Schließlich gab es vor nicht allzu langer Zeit noch vier Hausärzte im Auetal. „In der Region sind auch künftig noch zwei Arztsitze vakant“, stellt Schulte-Watermann fest. Sie könne sich gut vorstellen, dass ein dritter Behandler in die Gemeinschaftspraxis käme. „Dann könnte die Praxis durchgängig laufen, auch wenn eine von uns Urlaub hat. Möglich wäre auch einen Weiterbildungsassistenten in der Praxis aufzunehmen. Die notwendigen Anforderungen erfülle ich“, so Schulte-Watermann. Das sei aber noch Zukunftsmusik. Jetzt sei sie erst mal froh, ab Herbst durch Maren Monden entlastet zu werden. la

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