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Eltern erwarten mehr als eine Aufbewahrungsanstalt

Auetal-Rolfshagen / Neue Räume im Familienzentrum Eltern erwarten mehr als eine Aufbewahrungsanstalt

Die Erziehungs- und Bildungslandschaft habe sich in den vergangenen Jahren stark verändert, hat der Auetaler Bürgermeister Thomas Priemer bei der Eröffnung der neuen Räumlichkeiten im Familienzentrum gleich zu Beginn hervorgehoben.

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Alle helfen mit: Am Eingang wird ein Schild entstehen, auf dem nachzulesen ist, was sich hier befindet: das Familienzentrum.

Quelle: rnk

Auetal-Rolfshagen (rnk). Die klassische Betreuung in den zurückliegenden Jahren von 8 bis 12 Uhr in den Kindergärten sei durch ein extrem flexibles Erziehungs- und Bildungssystem in den Kindertagesstätten im Auetal abgelöst worden, die ehemals klassische Betreuungszeit mittlerweile die Ausnahme: „Die Eltern erwarten ein umfangreiches System, das sich vor allem auch an die Berufstätigkeit beider Eltern anpasst.“

 Um diesen Anforderungen zu begegnen, habe die Gemeinde bereits viele Angebote in den Bereichen Erziehung, Betreuung, Freizeit und Hilfen geschaffen. Priemer verwies auf die über das ganze Jahr hin verteilte verlässliche Ferienbetreuung, die Einrichtung einer Ganztagsschule an drei Tagen pro Woche sowie an die vielfältigen Angebote in den Kindertagesstätten. Neben der Entwicklung in den Kindertagesstätten habe sich die Bildung und Erziehung auch in den Familien stark gewandelt: „Machen wir uns nichts vor: Familien unterstützende Hilfen sind mittlerweile keine Ausnahme mehr. Die Alltagsbewältigung stellt für viele Erziehungsberechtigte, in Anbetracht einer immer komplexeren Arbeits- und Berufswelt eine große Anstrengung dar.“ Deshalb würden Familien auch heutzutage kompetente Anlaufstellen mit Informationen benötigen, die ihren Bedürfnissen entsprechen, aber auch enge Vernetzungen zu weiterführenden Einrichtungen, um außer der Entwicklung der Kinder in der häuslichen Gemeinschaft die Sicherheit zu erhalten, dass das Kind schon frühzeitig die notwendige Sozial- und Sachkompetenz erhält, um einen guten Start in das Schulleben zu haben. „Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat die Gemeinde frühzeitig den Rahmen geschaffen, um dieses Familienzentrum einzurichten. Es bietet zum einen Familienservice an, zum anderen vielfältige Projekte rund um das Thema Kind und Familie.“ Kurzum, so Priemer, das Familienzentrum werde der Bildungs- und Erziehungslandschaft in der Gemeinde gut tun.

 Hier, so Priemer, sei etwas sehr Außergewöhnliches entstanden: Kindertagesstätte und Beratung, Service, Begegnungsstätte, Weiterbildung, Obhut und Verlässlichkeit: „Wir erkennen die Notwendigkeit an, dass Eltern heutzutage mehr erwarten als eine Aufbewahrungsanstalt für ihre Kinder, wir erfüllen mit diesem Familienzentrum Erziehung und frühkindliche Bildung, wir erfüllen mit diesem Familienzentrum auch flankierend Beratung und Hilfe für alle Bereiche des familiären Zusammenseins und wünschen uns eine stetige Inanspruchnahme.“ amilie werde mit „Verständnis, Wertschätzung und Toleranz in ihrer jeweiligen Alltags- und Lebenssituation“ begegnet, angelehnt an die Bedürfnisse der Familie würde die Konzeption ständig weiterentwickelt. Schürmann formulierte es so: „Wir leben unsere Konzeption. Sie bietet dem Träger, den Fachkräften, den Familien und allen anderen Beteiligten Struktur und Sicherheit im Umgang miteinander.“ Das Familienzentrum Rolfshagen sei ein Angebot für alle Familien im Auetal: „Familien finden hier einen Ort, wo sie Kontakte knüpfen, sich austauschen, Fragen stellen und klären können und Beratung und Unterstützung für sich und ihre Kinder finden.“ Ziele des Familienzentrums seien die Verbesserung der Bildungschancen der Kinder im Auetal, unter anderem durch die Erziehungskompetenz der Eltern, die Unterstützung der Eltern bei der Bewältigung von Alltagssituationen, die Förderung der Gesundheit der Familien sowie die Beseitigung von Benachteiligung durch gezielte Bildungs- und Förderangebote. Das Team der Einrichtung werde durch multiprofessionelle Fachkräfte erweitert, Maßnahmen könnten bedarfsgerecht geplant und Bedürfnisse der Eltern unmittelbar aufgegriffen und an die Fachkräfte weitergeleitet werden: „Wachstum kann nur gelingen, wenn eine Atmosphäre vorherrscht, in der Vertrauen, Umsicht und Wertschätzung dominieren“, erklärte Beate Schürmann: So könne man voneinander lernen, Neues kennenlernen und gemeinsame Erfahrungen sammeln. Dies vermittele ein Gefühl der Zugehörigkeit, aber auch Toleranz, Respekt und Achtung des anderen. Auch deshalb sei die Angliederung des Familienzentrums an die Kindertagesstätte, in der bis zu 125 Mädchen und Jungen im Alter von 18 Monaten bis zehn Jahren in einer Krippengruppe, vier Kindergartengruppen und einer Hortgruppe betreut werden, sinnvoll.

 Beate Schürmann steckte als Leiterin des Familienzenrums in ihrer Ansprache den Rahmen ab: „Wir sind familienfreundlich, kompetent, zuverlässig und zukunftsorientiert.“ Jeder F Gestern zeigten übrigens 32 Mitarbeiter Einblicke in ihre Arbeit: eine Leitung, 14 Fachkräfte, drei Reinigungskräfte, eine Bürgerarbeits-Kraft, eine ehrenamtliche Helferin, drei Praktikanten in der Ausbildung zum Sozialassistenten, zwei Praktikantinnen in der Ausbildung zur Erzieherin, eine Praktikantin im Studienvorpraktikum, eine Jahrespraktikantin, zwei Praktikanten der Fachoberschule sowie drei Betriebspraktikantinnen.

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