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Erhebliche Schäden im Regenwasserkanal

Maßnahme wird teuer Erhebliche Schäden im Regenwasserkanal

Im Protokoll der jüngsten Sitzung des Arbeitskreises Dorferneuerung findet sich dieser Satz: „In den nächsten Tagen wird zunächst der Oberflächenwasserkanal in der Kirchstraße überprüft; das Ergebnis wird ganz wesentlich die weitere Planung beeinflussen."

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Immerhin: Auf einer Baustelle ist Ruhe; im unteren Abschnitt der Kirchstraße läuft alles wie geplant.

Quelle: rnk

Rolfshagen. Das kann man wohl sagen, denn nach der Überprüfung des Regenwasserkanals informierte der Auetaler Bürgermeister Heinz Kraschewski den Gemeinderat darüber, dass man „erhebliche Schädigungen“ vorgefunden habe. Der zweite Bauabschnitt im oberen Teil der Kirchstraße „bereitet uns noch erhebliche Schwierigkeiten“. Kraschewski führte die Schädigungen im Rat nicht weiter aus, aber sie werden Folgen haben: Wie die weiteren Planungen fortgeführt werden, wird in einer der nächsten Umwelt- und Bauausschusssitzungen vorgestellt, teilte er mit.

Damit wird die Maßnahme deutlich teuerer. Wie die Überprüfung ergeben hat, würde der Kanal vielleicht noch fünf bis zehn Jahre seine Dienste tun, wenn man ihn jetzt von innen saniert und dabei die durch die Wände gewachsenen Wurzeln entfernt, aber es sind alte Rohre, die heute nicht mehr verwendet werden und bestenfalls noch eine Lebensdauer von zehn Jahren aufweisen. Die theoretische Option für die Gemeinde wäre also: Im Rahmen der Dorferneuerung die Gehwege machen, einzelne Regenwasserkanäle anschließen – und das war’s. Und dann? Dann würde man in ein paar Jahren die Straße wieder aufmachen und den Kanal sanieren. „Aus finanzieller und technischer Sicht“, so Kraschewski, „wäre das blinder Aktionismus“.

Auswirkungen auf den Zeitplan der Dorferneuerung müssen Schäden und Behebung nicht unbedingt haben, meint der Verwaltungschef: Wenn man in diesem Jahr keinen Antrag auf Zuschuss stelle, weil noch die Sanierung anstehe, könne man diesen Antrag mit Beginn des nächsten Jahres einreichen. Und die Maßnahme der Dorferneuerung wie geplant 2016 in Angriff nehmen.

Aber eine Extra-Sanierung bedeutet zusätzliche Kosten, und zunächst muss ermittelt werden, wie hoch diese Summe ausfallen würde. Danach müsste sie in den anstehenden Haushaltsberatungen für das nächste Jahr eingeplant werden, was angesichts der Schuldenbremse schon einen politischen Kraftakt verlangt. Die Verwaltung werde, wie erwähnt, Pläne vorlegen. Nach den Diskussionen im Fachausschuss „kommt es im Rat zum Schwur“, so Kraschewski.

Die Baumaßnahme Kirchstraße selbst verläuft bislang planmäßig. Sollten die Witterungsbedingungen der Gemeinde und den Baufirmen keinen ganz wesentlichen Strich durch die Rechnung machen, „werden wir ohne Schwierigkeiten in der Lage sein, die Maßnahme fristgerecht im Rahmen der Dorferneuerung abzurechnen“, sagte Kraschewski mit Blick auf den unteren Teil der Kirchstraße, der sehr stark zurückgebaut wird.

Verzögerungen gibt es in Rehren. An der Auestraße ist es seit Baubeginn zu Verzögerungen im Umfang von etwa drei Wochen gekommen. Grund dafür sind vor allem die umfangreichen Betoneinbauten in den Auegraben, die nicht fristgerecht geliefert werden konnten.

Ob die Aufbringung der Asphaltdecke noch 2015 erfolgen kann, ist ungewiss, teilte Kraschewski mit: Gegebenenfalls müsse dann doch in Teilabschnitten gearbeitet werden, was die Baufirma eigentlich verhindern wollte. Soll heißen: Wenn es schlecht läuft und die Firma die drei Wochen Verzögerung aufholen kommt und wenn es einen frühen und harten Winter gibt, dann wird in diesem Jahr nur die Auestraße asphaltiert. Immerhin sind sich Bürgermeister, Gemeinde und Baufirma einig: Lieber alles in einen Abwasch erledigen und nicht im nächsten März mit dem zweiten Teil wieder anfangen. Günstiger ist es zudem, alles zusammen zu asphaltieren.

Beide Baumaßnahmen, die in Rehren an der Auestraße und die in Rolfshagen an der Kirchstraße, würden von der Gemeinde und dem Bauamt „permanent begleitet“, ließ der Verwaltungschef den Gemeinderat noch wissen. rnk

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