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Es hat halt nicht gepasst

Kathrinhagen: Pastorin verabschiedet sich Es hat halt nicht gepasst

Grußworte müssten nicht sein, und schon gar kein großes Event, hatte Pastorin Dorothea Mecking im Vorfeld ihrer Verabschiedung befunden. Schließlich sei sie ja nicht zehn oder 15 Jahre Pastorin in Karohagen gewesen.

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Nach dreieinhalb Jahren verlässt Dorothea Mecking die Kirchengemeinde Karohagen und geht zurück nach Uelzen.

Quelle: rnk

Kathrinhagen. So erzählt es Kirchenvorstandsvorsitzende Angelika Held nach dem Abschiedsgottesdienst im Gemeindehaus, wo Freunde und Weggefährten Mecking Adieu sagen können: Es ist ein Abschied, der durchaus rührend ausfällt: ein paar Worte, ein paar Lieder, Geschenke, Umarmungen und auch die eine oder andere Träne. Es wird viel gescherzt und gelacht. Dass sich Kirchengemeinde und Pastorin entfremdet hätten – an diesem Nachmittag ist davon nichts zu spüren, gegenseitiger Respekt füllt den Raum.

 Dreieinhalb Jahre war Mecking Pastorin in Karohagen, sagt Held, „und Sie waren unendlich fleißig“. Sie habe als Seelsorgerin in dieser Zeit vielen Menschen beigestanden in Zeiten der Trauer und des Abschieds, aber auch in vielen Begegnungen mit Familien, die ihre Kinder zur Taufe oder zur Konfirmation angemeldet hätten. „Wir werden vermissen, dass Sie immer als verlässliche Person im Pfarrhaus ansprechbar waren.“ Die Pastorin habe gut zuhören können, befand Held. Sie habe bei den Besuchen und Gesprächen eine Menge „aufgenommen“ und mit den Betroffenen Dinge gemeinsam getragen oder nach Lösungen gesucht.

 Es hat halt nicht gepasst, so könnte man sinngemäß die Erklärung von Superintendent Andreas Kühen-Glaser zusammenfassen, die er zur Entpflichtung von Pastorin Mecking verliest. Es sei nach über einjähriger Vakanz durchaus ein „guter Start“ gewesen, den Mecking und die Kirchengemeinde gehabt hätten. Aber dann seien doch deutliche Unterschiede in persönlicher, theologischer und geistlicher Ausrichtung, in Gottesdienst und Kirchenmusik aufgetreten.

 Es habe sich nicht das ergeben, was sich beide Seiten gewünscht hätten, meinte der Superintendent. „Ich bedauere das, aber das gehört zu den Erfahrungen des Lebens.“ Und gleich zweimal weist er daraufhin, dass sich Mecking ihre Entscheidung, einen neuen Arbeitsplatz in ihrer alten Heimat zu übernehmen, nicht leicht gemacht habe.

 In ihrer letzten Predigt griff Mecking auf ein Abendgebet zurück, auf das Abendlied von Matthias Claudius. Dessen Bild vom halben Mond interpretiert sie so: Bedenke, dass du nicht alles sehen kannst, bedenke, dass du immer nur Teile wahrnimmst, so wie den halben Mond.

 Und das Schaumburger Vocal Ensemble hatte sich zum Mecking-Abschied noch einmal zusammengefunden, um den Gottesdienst abzurunden.  rnk 

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