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Auetal Fischrechte und Branntwein
Schaumburg Auetal Fischrechte und Branntwein
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00:19 17.05.2015
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Auetal

Doch ist nicht der einzige Grund, weshalb die Schaumburger Landschaft im Rahmen ihres Projektes „Spurensuche“ das Gut in seine Sammlung aufgenommen hat. Die Spurensuche präsentiert Kleinode, die nicht jeder kennt, es sind Schätze im Verborgenen, und in der Spurensuche-Sammlung soll das Wissen um wertvolle Zeugnisse der Kultur und der historischen Landnutzung zusammengetragen werden, denn die kleinen Kostbarkeiten werden oftmals übersehen, wenn nicht darauf aufmerksam gemacht wird. Durch die Spurensuche soll die Vielfalt der landschaftlichen Besonderheiten gezeigt werden, die zur Eigenart und Schönheit einer Landschaft, der „Schaumburger Landschaft“ beitragen.

 Gut Oelbergen also. Es wird bereits 1260 in einem Zehntregister erwähnt. Zusammen mit dem Gut Coverden gehörte es zum Haushalt des Amtes Schaumburg. Nach dem 30-jährigen Krieg verpachtete die hessische Regierung Ölbergen als Staatsgut jeweils an den Meistbietenden. Zur Ausstattung des Hofes gehörten Acker- und Wiesenland, umfangreiche Huteberechtigungen, Fischteiche und die Fischrechte der Aue sowie eine Branntweinbrennerei. Der heutige Gebäudekomplex stammt größtenteils aus dem 19. Jahrhundert. Besonders schön ist ein Besuch im Frühjahr. Durch die mächtigen Bögen der Autobahnbrücke betritt man das stille Seitental und sieht Oelbergen liegen, umgeben von leuchtend gelben Rapsfeldern. Seit 1875 wird das Gut Oelbergen von der Familie Haake bewirtschaftet.

 Auch optisch ein Hingucker: Durch mächtige Autobahnbögen fällt der Blick in der warmen Abendsonne auf das Gut Oelbergen. rnk

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