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Flötenspiel und Trommelschlag

Rolfshagen / Spielmannszug Flötenspiel und Trommelschlag

Marsch- und Stimmungsmusik, Walzer, die Polka oder das Potpourri. Diese Melodien ertönen meistens, wenn der Spielmannszug Rolfshagen mal wieder auf Märschen unterwegs ist oder gerade ein Konzert gibt.

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Mit Trommel und Pfeife und in dazugehöriger Uniform zieht der Spielmannszug durch die Stadt. Hier beim Bürgerschiessen in Bückeburg.

Rolfshagen. Musik, die eben Spaß macht, den Mitgliedern des Vereins sowieso. Und das egal, in welchem Alter: „Wir sind ein Verein von neun bis 100 Jahren“, stellt Georg Söffker, der stellvertretende Spartenleiter des TuSG Rolfshagen, stolz fest.

 Der jüngste Spross ist neun Jahre alt: Justin Buchholz aus Kathrinhagen hat offensichtlich größte Freude, wenn er auf seiner Trommel spielt. Das älteste Mitglied ist 100 Jahre alt. Heinrich Meier aus Rolfshagen ist passives Mitglied, „allerdings auch erst seit etwa drei Jahren“, wie Spartenleiter Kurt Ackmann hinzufügt. „Er war lange aktiv, jetzt schaut er immer mal wieder bei uns vorbei.“ Das älteste aktive Mitglied derzeit ist 74 Jahre alt.

 „Spielmann“ kommt übrigens vom mittelhochdeutschen Wort „spileman“, mit dem im 12./13. Jahrhundert ein Possenreißer und Musikant bezeichnet wurde, der seine Künste an Höfen und zu Festzeiten vorführte, um sich so seinen Lohn zu verdienen. Im früheren deutschen Heer war der Spielmann ein Trommler, Pfeifer oder Hornist der Infanterie. Heute sind in den klassischen Spielmannszügen Trommler und Flötenspieler zu finden.

 Der Spielmannszug Rolfshagen ist an den TuSG Rolfshagen angegliedert. Gegründet wurde er 1928. Sie haben momentan 20 aktive Spielleute (Merke: Die Mehrzahl ist nämlich nicht Spielmänner). Zwölf musizieren auf der Flöte und neun spielen auf der kleinen Trommel. Für die große Trommel mit Pauke und Becken sucht der Verein im Besonderen jemanden, der allerdings erwachsen sein muss.

 Vor allen Dingen setzen Ackmann und seine Vereinsfreunde auf den jungen Nachwuchs; ab acht Jahren kann mitgemacht werden. „Wir suchen Kinder und Erwachsene, die Spaß an der Musik haben und auch die Geselligkeit lieben“, macht Ackmann deutlich. Außer den gemeinsamen Auftritten machen sie gemeinsam ebenso Ausflüge. Im vergangenen Jahr ging es nach Bremerhaven. Zudem werden sie bald auch mal kegeln gehen.

 Er verspricht eine „super Ausbildung“ an der Flöte und an der Lyra, an der kleinen Trommel sowie an der großen Trommel. Um beim Spielmannszug einzusteigen, muss man nicht zwingend eines der Instrumente beherrschen. Gelernt wird alles bei den verantwortlichen Ausbildern, die ehrenamtlich arbeiten. Gespielt wird nach Noten. Instrumente und die Uniform werden vom Verein gestellt.

 Die Marschmusik der Spielmannszüge hat ihren Ursprung in der Militärmusik, deren ältestes Instrument die Trommel ist. Ihr Zweck war es, den Rhythmus insbesondere beim Marschieren anzugeben und Signale zu geben. Im 13. Jahrhundert, zur Zeit der Landsknechte, alarmierte sie die Truppe beim Herannahen des Feindes und sie diente zur Begleitung von Liedern. Bei gedämpften Klängen wurde jemand zu Grabe getragen oder zum Richtplatz geführt. Zu den Tönen der Trommel wurde dann auf der Querpfeife die lustige oder traurige Melodie gespielt. Im 18. Jahrhundert wurden die Trommeln und Pfeifen beim Militär von Blasinstrumenten aus ihren ursprünglichen Rollen verdrängt, aber sie wurden bei den Kapellen belassen, aus denen sich später die heute bekannten Spielmannszüge herausbildeten.

 Wer Lust bekommen hat, mitzumachen, kann sich an Spartenleiter Kurt Ackmann wenden: Telefon (05753) 877.

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