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Flüchtlingswohnung im Dorfgemeinschaftshaus

Gebäude wird instand gesetzt Flüchtlingswohnung im Dorfgemeinschaftshaus

Die gute Nachricht vorweg: Mit so viel positiver Beteiligung, mit so viel gemeldetem Wohnraum, der für Flüchtlings im Auetal vermietet werden kann, hätte Bürgermeister Heinz Kraschewski eigentlich nicht gerechnet.

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Das obere Geschoss des Dorfgemeinschaftshauses in Rannenberg soll für Flüchtlinge instand gesetzt werden.

Quelle: jak

Rannenberg. 70 bis 80 Personen können so untergebracht werden. Aber: Man könne nicht erwarten, dass es ungebrochen so weitergehe, erklärt Kraschewski im Bau- und Umweltausschuss. Daher schlage die Verwaltung schon jetzt vor, im Haushalt 2016 Mittel für die Renovierung der Mietwohnung Am Margland 1, also über dem Dorfgemeinschaftshaus in Ranneberg, bereitzustellen.

 Dabei klingt Renovierung in diesem Fall noch harmlos. In der Realität, wie Bauamtsleiter Friedhelm Liwack betont, sei der obere Teil des Gebäudes in einem bemitleidenswerten Zustand. „Es ist nicht einmal mehr ein Rohbau“, erklärt er, als Jürgen Menke (WGA) die Frage aufwarf, wieso die Renovierung denn so teuer sei. Ganze 70000 Euro veranschlagt die Verwaltung für die Wiederherstellung. Um die Statik des alten Gebäudes zu erhalten, habe man bei der Sanierung 2004 Balken verlegen müssen sowie Löcher in Wände und Decken gerissen. Mit Ausmalen und Lüften ist es also nicht getan.

 Durch Eigenleistung des Bauhofes, der in diesem Fall aber etwa vier Wochen voll beschäftigt wäre, könne man die Kosten auf etwa 40000 Euro drücken, rechnet die Verwaltung vor. Und, auch das sagt Liwack deutlich, „aus technischer Sicht muss das gemacht werden“. Der Zustand einer Wohnung, die nicht bewohnt und daher auch nicht beheizt wird, nimmt beständig ab.

 Natürlich handele es sich bei 70000 Euro – oder 40000 inklusive Eigenleistung – um viel Geld, so Kraschewski. Aber wenn es so weitergehe, „und wir vor der Frage stehen, eine Turnhalle, ein Dorfgemeinschaftshaus oder eine Wohnung zu belegen, dann lieber eine Wohnung“. Der Beschluss solle daher nicht sofort schlagend werden, sondern erst, wenn die Situation es erfordere. Dann müsse man aber fähig sein, schnell zu handeln, sagt der Bürgermeister. Genau dafür sollten der Bauausschuss und der Rat der Gemeinde schon einmal die Grundlage legen.

 Denn laut aktueller Aussagen des Landkreises Schaumburg ist davon auszugehen, dass die Gemeinde Auetal bis zum Ende des nächsten Jahres insgesamt bis zu 100 Flüchtlinge zugewiesen bekommt. Aus diesem Grunde werden zurzeit die gemeindeeigenen Wohnungen in Rehren sowie in Kathrinhagen für die Unterbringung von Flüchtlingen instand gesetzt. Dort sind keine größeren Investitionen notwendig. Die Instandsetzungsmaßnahmen können aus dem laufenden Haushalt 2015 finanziert werden.

 In Rannenberg gibt es zwei Ausbauvarianten. Einmal die Möglichkeit, das Obergeschoss des Dorfgemeinschaftshauses zu einer oder zu zwei Wohnungen ausbauen zu lassen. Erfahrungsgemäß eignen sich für die Unterbringung von Flüchtlingen eher kleinere Wohnungen. Je nach Bedarf könnten beide Wohnungen auch gemeinsam von einem größeren Familienverband genutzt werden. Die Wohnungen könnten befristet für mehrere Jahre zur Unterbringung von Flüchtlingen an den Landkreis Schaumburg vermietet werden, wodurch eine Refinanzierung der aufgewendeten Renovierungskosten größtenteils gesichert wäre.

 Nach Auslaufen des befristeten Mietvertrages und Entspannung der Flüchtlingssituation könnten die Wohnungen entweder auf dem privaten Markt vermietet oder als Obdachlosenunterkunft weiter genutzt werden, heißt es in der Beschlussvorlage für den Ausschuss.  jak

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