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Große Koalition geplatzt

Keine Zusammenarbeit Große Koalition geplatzt

Die CDU-Fraktion im Gemeinderat Auetal hat der SPD in Sachen Koalition oder Gruppenbildung am Dienstag eine klare Absage erteilt. „Es wird keine Gruppe mit der SPD geben, aber auch keine dagegen“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Friedrich Gärling gegenüber dieser Zeitung.

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Friedrich Gärling (links) und Rüdiger Teich.

Quelle: pr.

Auetal. Soll heißen, dass die Union auch nicht mit der WGA oder den Grünen enger zusammenarbeiten wird. „Es gibt viele Schnittmengen mit der SPD, aber eine Gruppenbildung macht das unserer Ansicht nach nicht nötig“, so Gärling. Die CDU wolle Rüdiger Teich als ersten stellvertretenden Bürgermeister und Heiner Thies als Ratsvorsitzenden unterstützen, in Themenfragen aber individuelle Gespräche führen.

Am Montagabend hatte die CDU-Fraktion zusammengesessen und noch einmal die Möglichkeiten einer engeren Bindung mit der SPD erläutert. Genau bei diesem Gespräch schlug die Meldung dieser Zeitung, dass die SPD Hans-Werner Gerber als Ortsvorsteher abgesetzt hat, ohne mit ihm zu sprechen, wie eine Bombe ein.

Vertrauen ist erschüttert

„Der Umgang der SPD mit Hans-Werner Gerber hat den Ausschlag für unsere Entscheidung, keine enge Bindung mit der SPD einzugehen, bestärkt. Das hat unser Vertrauen in die SPD doch ein wenig erschüttert. Wer schon interne Parteiabsprachen nicht einhält, auf den kann man sich nicht verlassen“, urteilte Gärling. Trotz allem strebe man eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der SPD an. „Aber auch mit den anderen Fraktionen im Rat“, betonte Gärling. Man könne auch ohne Mehrheit im Rat die Gemeinde regieren.

Die Sozialdemokraten haben im Auetal derzeit einen schweren Stand. Zwar sind sie als Sieger aus der Kommunalwahl hervorgegangen, konnte die meisten Stimmen sammeln, verlor aber die Mehrheit im Rat.

„Es ist sehr bedauerlich, dass mit Hans-Werner Gerber noch nicht gesprochen wurde und er so noch nichts von der Entscheidung wusste“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Rüdiger Teich auf Anfrage dieser Zeitung. Gerbers Leistungen um den Ort Borstel seien unumstritten. Trotzdem stehe auch er dazu, dass man die jungen, engagierten Leute mit in die Verantwortung nehmen müsse. „Da bietet sich der Wechsel der Ortsvorsteher in Borstel wirklich an. Florian Schmidt möchte das Amt ausüben, und wir sollten ihn dabei unterstützen“, so Teich.

Enttäuschung bei der SPD

Enttäuscht zeigte sich der SPD-Fraktionsvorsitzende über die Absage der CDU. „Wir hätten uns die Zusammenarbeit gewünscht“, so Teich. Man werde aber bei anstehenden politischen Themen, über die kontrovers diskutiert würde, stets Gespräche mit der CDU führen und versuchen, einen Konsens zu finden. „Wir können das Auetal in kooperativer Zusammenarbeit nach vorne bringen“, ist sich Teich sicher.

Mit Gerber soll jetzt ganz dringend das Gespräch gesucht werden. „Ich war wirklich fest davon ausgegangen, dass das unser Vorsitzender Axel Arndt bereits gemacht hat“, so Teich, der große Stücke auf Arndt hält. Er habe die SPD aus dem Nichts durch den Wahlkampf geführt und mit dafür gesorgt, dass die SPD so gut abgeschnitten hat. „Er hat quasi für einen gelungenen Neuanfang der Auetaler SPD gesorgt“, so Teich. la

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