Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 4 ° Regen

Navigation:
„Hauptsache sparsam“

Auetal-Rehren / Haushalt „Hauptsache sparsam“

930 Straßenlampen gibt es im gesamten Auetal, schätzt Bauamtschef Friedhelm Liwack. Das geht ganz schön ins Geld, wie immer mehr Kommunen es in Zeiten klammer Haushalte deutlich spüren.

Voriger Artikel
Wo ist noch Platz für mögliche Windkraftanlagen?
Nächster Artikel
Wenn ein Rambo am Steuer sitzt: Angriff auf der A 2

Die neue Generation der Straßenlampen hält im Durchschnitt 14 Jahre und spart einiges an teurer Energie ein.

Quelle: rnk

Auetal-Rehren. Auetal-Rehren (rnk). Rund 100 Lampen sollen in nächster Zeit ersetzt werden, begonnen werden soll mit dem Austausch in Rehren am „Horn“ und in Rolfshagen in der „Blumensiedlung“, weil dort die ältesten Straßenlaternen stehen. Der Rat der Gemeinde Auetal hat beschlossen, die alten Kofferlampen gegen energiesparende LEDs auszutauschen. 40000 Euro sind im Etat eingeplant.

 Über Geld möchte Liwack bei der Begehung mit dem Bauausschuss in Rehren nicht sprechen, denn immer wenn er Summen nennt und die in der Presse wiedergegeben werden, dann erhält er anschließend Kostenvoranschläge, die genau diesen Summen entsprechen. Dieses Mal sollen die Aufträge für das Gesamtpaket eingeholt werden. Konkurrenz belebt das Geschäft und entlastet den Haushalt, findet Liwack.

 Vier unterschiedliche LED-Lampen, unter denen der Bauausschuss wählen darf, wurden in Rehren installiert. Eine „Bega“-Leuchte mit 33 Watt, ein Modell von Siemens mit 28 Watt, „Hela“-Leuchten, die mit 13 Watt oder zweimal 13 Watt zu bekommen sind, sowie „Trilux“-LEDs mit 21 Watt.

 Rund 60 Prozent Energie wird mit den LEDs eingespart, egal, für welchen Lampentyp sich die Mitglieder des Bauausschusses entscheiden. Liwack und Manfred Spenner, der zugleich Leiter des Auetaler Bauhofs ist, rechnen schnell vor: Rund 125 Watt verbraucht eine Lampe des alten Typs, besitzt sie einen Kupferkern, sind es sogar 150 Watt. Die neuen Lampen kommen mit einem Bruchteil aus, nur etwas mehr als 20 Watt benötigt die mit dem niedrigsten Verbrauch.

 „Das ist der Mercedes unter den Straßenlampen“, sagt Liwack an der Dingelstedtstraße und zeigt auf einen schicken modernen Leuchtkörper, der nur zwei Nachteile aufweist: Das Licht wird etwas schlecht geworfen, weil ohne Spiegel gearbeitet wird, und der Service ist schlecht. Und das ist ein Punkt, der den meisten Menschen gar nicht so klar ist: Eine defekte Lampe, für die der Firmenservice auslaufen muss, schlägt schnell mit 300 Euro zu Buche. Daher, so Liwack und Spenner, warte man in aller Regel, bis es mehr als nur eine Straßenlampe zu reparieren gilt – das rechnet sich besser. Nur dumm, dass man sich dann ab und an im Rat das Genöle anhören dürfe, wenn im Ort X an der Straße Y die Lampe ausgefallen ist – und der Bauhof „sich einfach nicht rührt“, wie es dann heißt.

 Daher ist die Wartung der Lampen ein wichtiges Argument. Die Frage lautet also: Welche können wir selber austauschen, wenn sie kaputt sind? Allerdings sollte dies erst passieren, wenn der größte Teil des bisherigen Rats im wohlverdienten Politik-Ruhestand ist: Die Lebensdauer der neuen Module für die Straßenlampen beträgt im Durchschnitt 14 Jahre.

 Ein weiterer Grund für die Investition der Gemeinde ist die gesetzliche Verpflichtung, bis zum Jahr 2015 alle Quecksilberdampflampen (das sind die alten sogenannten Kofferlampen) verschwinden zu lassen. Daher wird auch in den kommenden Jahren Geld im Haushalt bereitgestellt, um Zug um Zug alle alten Quecksilberdampflampen auszutauschen.

 Eine gute Stunde hat sich der Ausschuss das Für und Wider der einzelnen Lampen angehört, hat sich Gedanken über kippbare und nicht kippbare Module und über Lichtkegel gemacht, wenn die Lampe in 3,50 Metern und wenn sie in 4,50 Metern Höhe hängt – jetzt soll die Verwaltung Angebote einholen.

 Am genügsamsten war an diesem Abend Rolf Wittmann. Wenn die Lampe gut den Gehweg ausleuchte und schön Strom spare, meinte der Abgeordnete der Grünen und Ausschussvorsitzende, „dann ist mir ganz egal, wie die Funzel sonst aussieht“.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg