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Hausärzte mit Geld locken?

Medizinermangel Hausärzte mit Geld locken?

Noch vor einigen Jahren haben im Auetal sechs Hausärzte praktiziert – heute sind es nur noch zwei. Dr. Elke Schulte-Watermann und Dr. Maren Monden arbeiten Hand in Hand in einer Gemeinschaftspraxis in der Alten Molkerei in Rehren.

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Hausärzte auf dem Land sind rar. Aber kann man junge Ärzte mit Geld in die ländlichen Regionen locken?

Quelle: tol

Auetal. Damit ist die Ärzteversorgung in der Gemeinde nicht ausreichend. Viele Rolfshäger haben sich Hausärzte in Obernkirchen, Bad Eilsen oder Rinteln gesucht, und aus dem östlichen Auetal wird auf Praxen in Apelern, Rodenberg oder Lauenau ausgewichen. Aber auch in Obernkirchen wird es bald eng, denn aus Altersgründen werden wohl bald weitere Praxen geschlossen, und Nachfolger sind nicht in Sicht.

Aktuell fehlen bereits zehn Ärzte im Planbereich Stadthagen der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), dazu gehören außer Stadthagen die Samtgemeinden Sachsenhagen, Niedernwöhren, Nienstädt und Lindhorst sowie Obernkirchen und das Auetal.

Die KVN hat angeregt, die „Initiative für Hausärzte für Schaumburg“ ins Leben zu rufen, was auch passiert ist. Die KVN stellt der Initiative Finanzmittel zur Verfügung, um Hausärzte in den Planbereich zu locken. Zwei Ärzte sollen 60000 Euro Gründungszuschuss und eine Umsatzgarantie für die ersten beiden Jahre erhalten.

Bürgermeister äußert Zweifel

„Das ist löblich. Aber ich glaube nicht, dass man damit Ärzte aufs Land locken kann“, sagte Auetals Bürgermeister Heinz Kraschewski. Auch die Idee, ehemalige Auetaler Abiturienten, die Medizin studiert haben, anzuschreiben und nachzufragen, ob sie in die Heimat zurückkehren möchten, hält Kraschewski nicht für erfolgversprechend. „Die sind einfach schon viel zu lange weg, haben sich in den vergangenen zehn Jahren, diese Zeit benötigen sie bis zur Facharztprüfung, woanders ein neues Leben aufgebaut. Die kommen nicht zurück“, so Kraschewski.

Der Bürgermeister setzt eher auf das neue Klinikum und die Verbundausbildung dort. „Das könnte eine Chance für uns sein, auch wenn das noch einige Jahre dauern wird“, so Kraschewski. Wer seine Ausbildung im Klinikum absolviert, sich in den Jahren auf dem Land etabliert habe, der überlege vielleicht, nach der Facharztprüfung hierzubleiben und sich mit einer Praxis oder in einer Gemeinschaftspraxis selbstständig zu machen.

Unterstützung für Interessenten

Das heiße aber nicht, dass man vonseiten der Gemeinde Auetal keine Bemühungen anstelle, weitere Hausärzte für die Region zu gewinnen. „Auf Anfrage würden wir alles Mögliche in Bewegung setzen, aber auf blauen Dunst können wir keine Praxis bauen und darauf warten, dass sie jemand mieten möchte“, stellte der Bürgermeister fest. Zunächst müsse ein Interessent her, der oder die würde dann jede Unterstützung bekommen.

„Bis dahin müssen wir dafür sorgen, dass die Erreichbarkeit der Praxen sichergestellt ist“, sagte Kraschewski. Das ginge, außer durch Busverbindungen, gut durch die bezuschussten und somit für die Nutzer sehr günstigen Taxifahrten. Mehr könne die Gemeinde derzeit nicht tun. „Herhexen können wir leider keine Hausärzte“, so Kraschewski. la

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