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Jeden Sonnenstrahl nutzen

Rolfshagen / Freibad Jeden Sonnenstrahl nutzen

Eigentlich hätte es so weitergehen können: Am Sonnabend wurden 400 Badegäste gezählt, am Sonntag waren es 800, am Montag dieser Woche noch 660 und am Dienstag dann 800.

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Das Verhalten der Schwimmbadnutzer hat sich etwas verändert: Ist es draußen schön, kommen sie sofort ins Bad. Das war einst anders.

Quelle: pr.

Rolfshagen. Und dann brechen die Temperaturen wieder ein. 17 Grad Luft, 25 Grad Wasser – und am gestrigen Mittwoch ziehen gegen Mittag im Rolfshäger Freibad zwei Schwimmer ungehindert ihre Bahnen, drei weitere Besucher haben sich vor dem Kiosk versammelt.

 Ein Teil der Schwimmer kommt morgens ins Bad, erklärt Freibadchefin Andrea Jagata. Wer Kinder hat oder als Oma mit den Enkeln ins Bad kommt, der will seinen Badespaß haben, bevor ab mittags der große Besucherschwung kommt – wenn das Wetter mitspielt.

 Bis vor ein paar Jahren war es meist so, erklärt Jagata: Die Sonne scheint schon einen oder zwei Tage – und erst dann kamen die Schwimmer. Es hat immer ein bisschen gedauert, bis man sich an schönen Tagen an das Freibad erinnert hat. Das ist heute etwas anders, meint Jagata: Wird es schön, kommen die Menschen, und zwar deutlich früher als sonst. Eine mögliche Erklärung: „Die Menschen haben gelernt, dass jeder Moment genutzt werden sollte.“ Jeden Sonnenstrahl einfach nutzen, weil niemand mehr weiß, wie lange gutes Wetter sich hält. Die Sommer der vergangenen Jahre erzählen ja durchaus viele Geschichten zu diesem Thema. Knapp 9000 Besucher wurden dieses Jahr aber doch schon gezählt, seitdem das Bad im Mai öffnete. Im Jahr 2012 waren es übrigens insgesamt 25000 Besucher, darunter auch der Hammertag des 20. Juli mit gezählten 1200 Gästen, und auch Anfang August gab es noch ein paar schöne Tage.

 Auf einen anderen Aspekt, der im Zusammenhang mit einem Freibad eher selten wahrgenommen wird, verweist die DLRG Deutschland: In Deutschland können immer weniger Kinder schwimmen. Schuld daran sei die Schließung vieler Schwimmbäder, wodurch Schwimmkurse immer seltener werden. Die Lebensretter befürchten bereits schwerwiegende Auswirkungen auf die Zahl der Badeunfälle. Die DLRG hat eindringlich für mehr Kinder-Schwimmkurse plädiert und vor weiteren Bäderschließungen gewarnt. „Wir haben in den letzten zehn Jahren 1100 Bäder verloren für die Ausbildung“, sagte DLRG-Präsident Klaus Wilkens.

 Fast 320 weitere Bäder seien wegen weiterer Sparmaßnahmen der Kommunen akut von der Schließung bedroht. Konnten Ende der achtziger Jahre noch mehr als 90 Prozent der Viertklässler in Westdeutschland schwimmen, seien es nun bundesweit im Schnitt nur noch 70 Prozent. Und: In mehr als 20 von 100 Grundschulen gibt es keinen Schwimmunterricht, da das nächste Bad zu weit entfernt ist.

 Übrigens:Viel Lob gibt es für die neue Kioskpächterin im Freibad Rolfshagen. Irina Müller sei stets da, egal wie das Wetter sei, und sonnabends werde frischer Kuchen für das Wochenende gebacken. Da kann man gern mal vorbeikommen.rnk

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