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Jugendzentrum braucht neue Räume

Demografischem Wandel Rehnung tragen Jugendzentrum braucht neue Räume

Im Familienzentrum in Rolfshagen ist es eng geworden. „Seit wir uns die Räume für das Jugendzentrum mit dem Hort teilen, bleiben die Kinder und Jugendlichen weg.

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Ortsvorsteher Rüdiger Teich will das Miteinander der Generationen fördern.

ROLFSHAGEN. Wir müssen dringend eigene Räume für ein Jugendzentrum in Rolfshagen bekommen, ähnlich wie in Rehren“, erklärte die Auetaler Jugendpflegerin Anne Petersen, als sie ihren Jahresbericht im Ausschuss für Jugend und Soziales abgab.

 Ähnlich sehen es Rolfshagens Ortsvorsteher Rüdiger Teich und die SPD-Fraktion. Sie wünschen sich den Ausbau des Familienzentrums zu einem Mehrgenerationenhaus als Tagestreff für Jung und Alt und haben einen entsprechenden Antrag an die Verwaltung gerichtet.

 Der demografische Wandel, die Anforderungen der Arbeitswelt, kulturelle Vielfalt, vieles habe sich in der Gesellschaft in den vergangenen Jahren verändert, begründet Teich den Antrag. Mehrere Generationen einer Familie leben heute nicht mehr selbstverständlich unter einem Dach zusammen. Mobilität und Flexibilität seien Begriffe, die für viele Menschen im Berufs- und Alltagsleben sowohl Herausforderungen als auch Belastungen und Organisationsaufwand mit sich bringen.

 

 Ungezwungen undohne Verpflichtung

 „In einem Mehrgenerationenhaus lassen sich passgenaue Antworten und individuelle Lösungen für die kleinen und großen Alltagsherausforderungen der Menschen vor Ort entwickeln. Jung und Alt können und sollen sich hier begegnen, voneinander lernen, miteinander aktiv sein und sich für die Gemeinschaft vor Ort stark machen“, erklärt der Ortsvorsteher. Im „Offenen Treffen“ könnten Menschen in ungezwungener Atmosphäre und ohne Verpflichtung zusammenkommen, einander Gesellschaft bieten und ein offenes Ohr füreinander haben. „Dieses Miteinander der Generationen bewahrt Alltagskompetenzen und Erfahrungswissen, fördert die Integration und stärkt den Zusammenhalt zwischen Menschen aller Generationen – auch und vor allem außerhalb der Familie“, so Teich. „Die bestehende Raumproblematik im heutigen Familienzentrum könnte mit dem Ausbau zum Mehrgenerationenhaus ebenfalls gelöst werden“, sagte der Ortsvorsteher.

 „Es gibt bereits eine Skizze für einen solchen Neu- oder Anbau. Den hat Friedhelm Liwack bereits vor Jahren erstellt“, betonte Bürgermeister Heinz Kraschewski gegenüber unserer Zeitung dazu. Damals sei der Bau auf dem Dorfplatz vorgesehen gewesen, aber das habe niemand gewollt, weil dort alles zu eng geworden wäre. Jetzt müsse die Standortfrage geklärt werden und dann die Machbarkeit.

 „Vor einigen Jahren gab es die Chance, das Nachbarhaus mit Grundstück zu erwerben, das quasi an der Ecke des Ensembles aus ehemaliger Schule, Sporthalle und Außengelände der Kita steht, an der Straße Am Breinhof. Die Besitzer waren verstorben, und das Ganze stand für nur 26000 Euro zum Verkauf.“ Der damalige Bürgermeister Thomas Priemer habe das aber nicht gewollt. „Und damit wurde eine große und günstige Chance vertan, das Familienzentrum heute auf einem großen gemeindeeigenen Grundstück, um ein Mehrgenerationenhaus zu ergänzen“, so Teich.

 

 Verwaltung prüftdie Standortfrage

 Ganz schwarz sieht Kraschewski für ein solches Projekt in Rolfshagen aber trotzdem nicht, denn wenn ein passendes Grundstück gefunden würde, sei eine 75-prozentige Förderung möglich. „Das sind zwar auch Steuergelder, aber immerhin welche, die dann ins Auetal fließen würden.“

 Laut Teich könnte ein Mehrgenerationenhaus über das regionale Entwicklungskonzept „Westliches Weserbergland 2014-2020“ – Handlungsfeld „Demografie, Daseinsvorsorge und soziales Dorf“ – gefördert werden. Die Verwaltung prüft die Standortfrage und wird den Antrag nach der Sommerpause in den entsprechenden Ausschüssen vorstellen.

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