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Kälteanlagenbauer zieht in ehemaligen Raiffeisen-Markt in Borstel

„Brauchen dringend mehr Platz“ Kälteanlagenbauer zieht in ehemaligen Raiffeisen-Markt in Borstel

Seit vier Jahren steht das Gewerbegebäude an der Dorfstraße leer – und das sieht man. Die ehemalige Verkaufsstelle des Raiffeisen-Landbundes in Borstel hat schon bessere Zeiten gesehen. Doch inzwischen sieht man auf dem rund 3600 Quadratmeter großen Grundstück erste Veränderungen, und bei den Borstelern wächst die Hoffnung, dass an ihrer neuen, schmucken Straße der Schandfleck verschwindet.

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Die Kälteanlagenbauer Horst-Günter (links) und Sohn Marian Friedrich haben auf ihrem neuen Gelände bereits Unkraut entfernt und Sträucher zurück geschnitten.

Quelle: la

Borstel (la).  „Wir haben damit angefangen, im vorderen Grundstücksbereich Unkraut zu entfernen und die Sträucher zurückzuschneiden. Das sah hier nämlich furchtbar aus“, erklärte der neue Besitzer des Grundstücks mit zweistöckiger Halle, Werkstatt und Büroräumen, Horst-Günter Friedrich, gegenüber dieser Zeitung.

 Der Kälteanlagenbauer (heute heißt der Beruf übrigens Mechatroniker für Kältenanlagen) hat das Objekt jetzt vom Raiffeisen-Landbund An- und Verkaufsgenossenschaft gekauft. Der Chef der Firma „Cool Kalt GmbH“, die derzeit in Segelhorst ansässig ist, hatte das Objekt im Internet gesehen und sich schließlich zum Kauf entschlossen. „Meine Firma wächst und wächst, und wir brauchen dringend mehr Platz“, so Friedrich.

 Zunächst soll die Halle als Lager für Geräte, Maschinen und Werkzeug genutzt werden. Nach und nach will der Kälteanlagenbauer die Büroräume im vorderen Gebäudeteil sanieren und umbauen. „Wir müssen schauen, was hier überhaupt noch funktioniert. Die Elektrik macht mir nicht mehr den besten Eindruck. Aber das bekommen wir alles hin“, zeigt sich der Handwerker zuversichtlich.

 Allerdings wolle man sich, auch aus Kostengründen, Zeit lassen. „In ein bis zwei Jahren haben wir hier alles fertig und ziehen dann mit der gesamten Firma nach Borstel“, so Friedrich. „Dort haben wir dann auch Ausbaureserven, auf die wir zurückgreifen können.“

 „Cool Kalt“ handelt mit Kühlanlagen jeder Art. „Kälte- und Klimatechnik sind sehr stark auf dem Vormarsch. Fast überall werden heute Kühlgeräte, Kühlzellen, Klimaanlagen und Wärmepumpen betrieben“, erzählt Friedrich. In Lebensmittelläden gebe es heute nicht nur Kühlregale, sondern auch meterlange Tiefkühlanlagen. Büros und Serverräume würden mit Klimaanlagen ausgestattet, denn niemand möchte im Sommer schwitzen. „Einfach alles wird heute klimatisiert, und genau das ist unser Geschäft“, betonte Friedrich.

 14 Mitarbeiter, darunter auch seinen Sohn Marian und drei Auszubildende, hat der Handwerker und Unternehmer derzeit beschäftigt. Seine Firma besteht seit fünf Jahren und hat sich auf Tankstellentechnik spezialisiert.

 „Cool Kalt“ stattet die Shell-Shops mit Kühlanlagen aus. Außerdem werden von Friedrich und seinen Mitarbeitern Wärmepumpen installiert, mit denen man im Winter heizen und im Sommer kühlen kann. „Wir suchen übrigens immer Nachwuchs. Nicht nur in meinem Betrieb, sondern allgemein in der Branche. Bei uns kommen auf 100 Arbeitsplätze ein bis zwei Bewerber“, erzählt Friedrich.

 Aber nicht nur für seine Arbeit interessiert sich Friedrich, sondern auch für das Dorf Borstel und seine Einwohner. „Mein Sohn und ich sind in der Feuerwehr aktiv und haben uns gleich erkundigt, ob es hier eine Ortsfeuerwehr gibt“, erzählt Friedrich. Dass es Feuerwehren nur noch in der Nachbarschaft gibt, stört sie aber nicht weiter. „Das ist ja alles dicht zusammen“, meinte Friedrich. Auch den Hofladen in der Nachbarschaft will er demnächst einmal aufsuchen und das Angebot unter die Lupe nehmen. „Und wann wurde diese schöne Straße hier gebaut?“, fragte Friedrich interessiert und ließ sich von den früheren Hochwasserproblemen bei Starkregen berichten. „Na ja, die Rampe der Halle ist hoch – und auch die Büroräume sind ebenerdig. Da wird uns sicher nichts passieren“, stellte Marian Friedrich zufrieden fest.la

 Die Kälteanlagenbauer Horst-Günter (links) und Sohn Marian Friedrich haben auf ihrem neuen Gelände bereits Unkraut entfernt und Sträucher zurück geschnitten.la

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