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Keine Pastorin mehr im Auetal

Wachtmann verlässt Gemeinde Keine Pastorin mehr im Auetal

Hin- und hergerissen zwischen Vorfreude und Wehmut sitzt Pastorin Antje Wachtmann im Pfarrhaus der Gemeinde Hattendorf. Es gibt Kaffee, Kekse und eine schlechte Nachricht: Wachtmann wird Mitte Februar ihre Gemeinde verlassen. Sie tritt im März 2017 eine neue Stelle in der Landeskirche im Bereich „Kirche und Tourismus“ an.

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Pastorin Antje Wachtmann wird im März 2017 eine neue Stelle in der Landeskirche antreten.

Quelle: jak

HATTENDORF. Damit verliert das Auetal nach dem Weggang von Dorothea Mecking aus der Gemeinde „Karohagen“ innerhalb nur eines Jahres auch seine zweite Pastorin. „Ich hatte erwartet, dass ‚Karohagen’ eigentlich bis März wieder besetzt sein wird“, bedauert Wachtmann, die sich die Entscheidung nicht leicht gemacht hat. Doch mit dem Fachbereich „Kirche und Tourismus“ verbindet sie eine lange Geschichte. „Es ist mein Traumjob“, sagt sie heute.

 Schon bei ihrem Praktikum in der Landeskirche habe sie sich dort engagiert, später im Spezialvikariat ebenfalls. Diese Sonderstelle war notwendig geworden, da gemeinsam mit Wachtmann nur sieben Vikare ihre Ausbildung zum Pastor durchlaufen haben. Zu wenige für einen Kurs im Predigerseminar im Kloster Loccum. „Wir sollten unsere Wartezeit produktiv verbringen“, erklärt Wachtmann.

 Nach der Zeit bei Kirche und Tourismus widmete sie sich fünf Jahre lang mit vollem Herzblut der Gemeindearbeit in der Hattendorfer Kirche. „Aber für mich war immer klar: Wenn die Stelle frei wird, dann bewerbe ich mich.“ Und genau so ist es nun auch gekommen. Sie habe ihre Entscheidung nicht nach dem Motto „Hauptsache weg“ getroffen. „Ich wollte diese Stelle schon immer haben.“

 Unabhängig vom Ende ihrer Pastorenstelle möchte Wachtmann ihre Konfirmanden aber noch bis zum Ende begleiten. „Das hätte sich sonst falsch angefühlt.“ Anderthalb Jahre habe man gemeinsam verbracht, daher soll auch der Rest des Weges gemeinsam bestritten werden. Mit der Landeskirche sei bereits vereinbart, dass sie auch für den Konfirmationsunterricht in die Hattendorfer Kirche zurückkehren könne.

 Ziemlich genau fünf Jahre hat Wachtmann das kirchliche Leben der Gemeinde geprägt. „Ja, anfangs haben einige Gemeindemitglieder noch meinem Vorgänger nachgetrauert“, so Wachtmann. Doch in fünf Jahren habe man sich aneinander gewöhnt. Bis zum Ende ihrer Zeit wolle sie sich aber weiter mit aller Energie der Gemeindearbeit widmen. „Ich freue mich sehr auf die Weihnachtsfeier in Hattendorf.“

 Ihrem noch unbekannten Nachfolger richtet Wachtmann aus: „Hier wohnen ganz wunderbar vielfältige Menschen in zehn Dörfern.“ Von den langen Wegen dürfe man sich nicht abschrecken lassen. „Hier wird man sofort in ein soziales Netz eingebaut – egal, ob man Hilfe beim Einrichten der Satellitenschüssel braucht oder beim Betreuen der Katze.“

 Apropos Katze: Mit Wachtmann wird auch der Pfarrkater Fontane die Gemeinde verlassen. „Er weiß das zwar noch nicht, aber zurücklassen kann ich ihn nicht“, sagt Wachtmann. Doch vielleicht bringe ihr Nachfolger ja auch ein Haustier mit. „Einen Pfarrhund oder vielleicht sogar ein Pfarrpferd, wer weiß.“   jak

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