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Auetal Kompromiss bleibt bestehen
Schaumburg Auetal Kompromiss bleibt bestehen
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13:28 13.11.2018
Das Neubaugebiet „Meinser Chaussee“ an der Straße Zu den Brücken (im Vordergrund) nimmt auf der Agenda der Lokalpolitiker einen vorderen Platz ein. Quelle: bus
Rehren

Er merkte an, dass ein Umbau des Rathauses in Rehren für den Auetaler Beirat nicht vom Tisch sei. Die Genfer Konvention würde nicht erfüllt, und man müsse noch einmal über eventuelle Möglichkeiten sprechen, Barrierefreiheit zu schaffen.

„Da habe ich wohl überreagiert“, räumte Niedert jetzt im Gespräch mit dieser Zeitung ein. Selbstverständlich wisse man, dass aus finanziellen Gründen kein neues Rathaus gebaut werden könne und auch ein Umbau zu teuer sei. Der geplante Fahrstuhl mache aus Platzgründen keinen Sinn, räumte Niedert ein. „Dann würde das Besucherzimmer wegfallen, und eine optimale Lösung ist das dann auch nicht“, so der Vorsitzende des Senioren- und Behindertenbeirates. „Es ist eben alles sehr beengt im Rehrener Rathaus.“

Barrierefreiheit bei baulichen Veränderungen

Mit 4:1 Stimmen hatte sich der Beirat in der vorletzten Sitzung für die Anschaffung des Bürgerkoffers ausgesprochen (wir berichteten). „Wir wissen, dass der Bürgerkoffer nicht das Gelbe vom Ei ist, aber es ist ein langfristiger Kompromiss, den wir aus finanziellen Gründen eingehen müssen“, stellte Niedert fest. Man wolle dem Beschluss aber noch anfügen, dass bei baulichen Veränderungen am Rathaus oder einem Neubau, die Barrierefreiheit zwingend umgesetzt werden muss.

„Das sind aber wohl Visionen, denn in den nächsten Jahren stehen im Auetal auch Dinge wie der Neubau eines Kindergartens an, die viel Geld verschlingen werden – und die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde sind einfach nicht gut“, so Niedert.

"In naher Zukunft keine Möglichkeiten"

„Es ist doch selbstverständlich, dass man einen Neubau oder großen Umbau barrierefrei gestalten würde. Aber in naher Zukunft sehe ich da keine Möglichkeiten“, meinte Bürgermeister Heinz Kraschewski auf Anfrage dieser Zeitung.

Während seiner jüngsten Sitzung war der Senioren- und Behindertenbeirat aufgrund von verhinderten Mitgliedern nicht beschlussfähig. Die nächste Sitzung findet erst im März 2019 statt. „In der Winterzeit ist es für uns, vor allem für die Rollstuhlfahrer, nicht so einfach zu einer Sitzung zu kommen“, begründete Niedert diese lange sitzungsfreie Zeit.

Von Kerstin Lange