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Rehren / Politik-Nachwuchs Kontakte bis in den Bundestag

Immer nur meckern, das ist nicht sein Ding. Jörn Lohmann hat schon früh angefangen, sich einzumischen, erst in der Schülervertretung, später dann in der Jungen Union.

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 Jörn Lohmann (20) leitet mittlerweile einen Stadtverband der Jungen Union.

Quelle: jaj

Rehren. Doch was bringt einen jungen Mann dazu, sich politisch zu engagieren? Die Medien? Familie? Freunde? Bei dem heute 20-Jährigen war es der Politiklehrer.

 Lohmann war 17, als er nach der Realschule in die zehnte Klasse des Bückeburger Gymnasiums Adolfinum wechselte. Und der dortige Politikunterricht hat bei ihm bleibenden Eindruck hinterlassen. „Der Lehrer hat mit uns aktuelle Themen diskutiert und ist auch aufs Tagesgeschehen eingegangen“, erinnert er sich. Und das machte der Pädagoge anscheinend so gut, dass das politische Interesse des Jugendlichen über den Unterricht hinaus geweckt war.

 Lohmann begann, sich auch außerhalb der Schule mit Politik zu beschäftigen. Im Internet las er überregionale Zeitungen wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und „Die Welt“ – und dort mit besonderem Interesse die Gastbeiträge verschiedener Politiker. „Da habe ich gemerkt, dass ich die Argumentation der CDU am überzeugendsten fand“, erinnert er sich.

 Das Schülerpraktikum in der zehnten Klasse machte der gebürtige Rehrener dann bei Karsten Heineking, CDU-Landtagsabgeordneter im Wahlkreis Nienburg. Und dort hörte er zum ersten Mal von der Jugendorganisation der CDU, der Jungen Union (JU).

 Nach dem Praktikum trat er dann der JU in Stadthagen bei, da es weder im Auetal, noch in Bückeburg eine solche Organisation gab – zumindest damals noch nicht. Denn vergangenes Jahr gründete Jörn Lohmann mit einigen Gleichgesinnten. den JU-Stadtverband Bückeburg. Und natürlich war es für ihn keine Frage, den Vorsitz der jungen Organisation zu übernehmen.

 „Am Anfang war es nicht leicht“, sagt der Rehrener. Denn auch, wenn es ein paar junge Menschen gegeben habe, die nur auf eine solche Organisation gewartet hätten, musste er besonders am Anfang „Klinken putzen“ und viele Gespräche führen, um Mitglieder für den Stadtverband zu gewinnen.

Mittlerweile ist der Stadtverband etabliert und Lohmann hat weitere Einblicke ins politische Geschehen sammeln können. Unter anderem hat er an Landes- und Bezirksversammlungen der JU teilgenommen – und dort auch selbst das Wort ergriffen. „Am Anfang kostet es schon Überwindung, vor mehreren Hundert Leuten zu sprechen“, gibt er zu. Doch mittlerweile hat er Übung darin. Als er im Frühsommer die Abschlussrede seines Abiturjahrgangs vor Mitschülern, Lehrern und Eltern hielt, waren die JU-Erfahrungen sehr hilfreich. „Ich war zwar vorher nervös, als ich dann aber gesprochen habe, ging es überraschend gut.“

 Und auch Kontakte zu einigen Politikern konnte Lohmann durch sein Engagement knüpfen. Er machte ein weiteres Praktikum bei der Bundestagsabgeordneten Maria Flachsbarth, war Teil des Wahlkampfteams des CDU-Landtagswahl-Kandidaten Mike Schmidt und wurde auch im Bundestagswahlkampf für Maik Beermann aktiv. Wie viele Stunden er und seine Mitstreiter dabei unterwegs waren, um Plakate zu kleben, Flyer zu verteilen und die Kandidaten bei Podiumsveranstaltungen zu unterstützen, kann er nicht sagen. „Aber interessant war es auf jeden Fall“, sagt er. Und die Freude war natürlich groß, als Beermann über die Liste doch noch den Einzug in den Bundestag schaffte. „Es ist schon spannend, bei dieser Entwicklung dabei zu sein“, sagt Lohmann. „Eben ist man noch gemeinsam auf einem Schützenfest gewesen, und auf einmal schickt er ein Foto aus dem Berliner Fraktionssaal der CDU.“

 Ob sich der 20-Jährige selbst einmal für ein politisches Amt bewerben will, kann er im Moment noch nicht sagen. „Ich habe keinen konkreten Plan, der besagt, dass ich zu einem bestimmten Zeitpunkt ein bestimmtes Mandat haben möchte“, sagt er. Sein primäres Ziel ist nun zunächst einmal sein Jura-Studium, das er in der kommenden Woche in Hannover beginnt. Doch auch dabei will er die Politik nicht aus den Augen verlieren. Er könnte sich gut vorstellen, nebenher für einen Landtagskandidaten zu arbeiten. Erste Kontakte hat er auch in dieser Angelegenheit schon geknüpft. jaj

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