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Kraschewski mag es sachlich

Bürgernähe gefragt Kraschewski mag es sachlich

Auch wenn die Verhandlungen zur Bildung einer Gruppe zwischen SPD und CDU im Auetal offenbar gescheitert sind, sieht Bürgermeister Heinz Kraschewski optimistisch in die Zukunft. In den vergangenen zwei Jahren sei die Arbeit in den politischen Gremien stets ausgesprochen sachlich gewesen, sagt er.

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Bürgermeister Heinz Kraschewski appelliert an die Kooperationsbereitschaft der Ratsmitglieder.

Quelle: jak

Auetal. Bis auf wenige Ausnahmen seien Beschlüsse einstimmig gefasst worden. „Sofern die Erläuterungen zu einem Beschlussvorschlag schlüssig sind, kenne ich bislang kein Ratsmitglied, das aus parteipolitischem Kalkül dagegen stimmt.“

Nach seiner Auffassung sollte Parteipolitik auf Gemeindeebene, wenn überhaupt, eine untergeordnete Rolle spielen. Vielmehr seien sachorientierte, bürgernahe Entscheidungen gefragt, wenn man der Politikverdrossenheit begegnen will, sagt Kraschweski.

Ruhe in die Reihen bekommen

Das Verfahren rund um die Benennung des Ortsvorstehers in Borstel sieht er als sehr unglücklich an. „Eigentlich habe ich den Eindruck, dass es die neue SPD-Führungsmannschaft geschafft hat, Ruhe in die eigenen Reihen zu bekommen. Den Ortsvorsteherwechsel in Borstel hätte man im Hinblick auf die angestrebte Verjüngung nach meiner Einschätzung allerdings langfristiger und unter vorheriger Einbindung der direkt Beteiligten angehen sollen, ohne ein zweifellos verdientes Mitglied wie Hans-Werner Gerber nach 30 Jahren Ratsarbeit vor den Kopf zu stoßen.“

Mehrfach sei ihm in diesem Zusammenhang berichtet worden, dass Gerber bereits seit Jahren erfolglos auf der Suche nach einem jüngeren Nachfolger gewesen sei. „Er hätte einer einvernehmlichen Lösung hin zu einer Verjüngung wahrscheinlich nicht im Wege gestanden“, so Kraschewski.

Das jetzige Ergebnis mit einem verärgerten altgedienten Ortsvorsteher und Ratsherrn sowie einem Neuling, der eigentlich auf die Erfahrung seines Vorgängers hätte zurückgreifen sollen, mache die Sache nicht einfach. „Ich hoffe, dass es der SPD gelingt, die Wogen schnell zu glätten. So wie es gelaufen ist, war es sicher keine Bewerbung für den diplomatischen Dienst.“

Fraktionsübergreifend große Schnittmengen

„Um noch einmal auf die für die Entwicklung der Gemeinde wichtige Sachdebatte zurückzukommen. Die Aussagen der Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD decken sich absolut mit meiner Einschätzung“, sagt der Bürgermeister. Es gebe fraktionsübergreifend große Schnittmengen, und zwar auch zu WGA und den Grünen. Deshalb sei er zuversichtlich, dass man auch in den nächsten Jahren gemeinsam gute Entscheidungen zum Wohl der Gemeinde Auetal treffen werde.

„Selbstverständlich wird es im Hinblick auf die finanzielle Ausgangssituation immer Kompromisse geben müssen. Meine gemeinsame Devise für Rat und Verwaltung lautete immer, das Wünschenswerte mit dem Machbaren unter einen Hut zu bringen“, so Kraschewski. Das werde auch künftig so sein.

Feuerwehrwesen, familienfreundliche Betreuungsangebote in den Auetaler Kindertagesstätten, Breitbandausbau, Gewerbeentwicklung und -ansiedlung, Ausweisung von Baugebieten und der Straßenbau seien nur einige Themenkomplexe, die Rat und Verwaltung auch in den nächsten fünf Jahren auf Trab halten werden.

Kompromisse eingehen

„Wir sollten unsere Kraft deshalb nicht mit politischen Ränkespielen vergeuden“, appelliert der Bürgermeister an die Ratsmitglieder. Ein sachlicher Umgang miteinander werde, auch in der bevorstehenden konstituierenden Sitzung des Rates, die am Donnerstag, 3. November, ab 18 Uhr im Spiegelsaal der Alten Molkerei in Rehren stattfindet, gefragt sein. Dort seien die Fraktionen erstmalig gefordert, zum Beispiel bei der Wahl der stellvertretenden Bürgermeister, Kompromisse einzugehen. Die ersten Signale aus den Fraktionen seien aber durchweg positiv.  la

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