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Auetal Das Ende einer Tradition
Schaumburg Auetal Das Ende einer Tradition
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00:17 13.03.2016
Auf der Hauptversammlung haben die erschienenen zwölf Mitglieder einen Antrag aus dem letzten Jahr einstimmig verabschiedet. Dieser sieht die Auflösung der „Kyffhäuser-Kameradschaft Auetal von 1989 in Kathrinhagen“ zum 31. März vor. Die Fahne wird dem Ortsvorsteher übergeben. Quelle: rnk
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Kathrinhagen

Denn bei diesem Treffen verabschiedeten die erschienenen zwölf Mitglieder einen Antrag aus dem vergangenen Jahr einstimmig, und dieser sieht die Auflösung der Kyffhäuser-Kameradschaft Auetal von 1889 in Kathrinhagen zum 31. März vor. Die Fahne wird dem Ortsvorsteher übergeben, im Büro von Manfred Spenner soll diese aufbewahrt werden. Die Waffen des Vereins werden verkauft, der Erlös sowie das Restvermögen des Vereins sollen zu gleichen Teilen dem Kyffhäuser-Kreisverband und dem Schützenverein zur Linde gespendet werden – für die Jugendarbeit.

Wichmann übernahm 2006 den Vorsitz

Friedel Wichmann (77) ist der letzte Vorsitzende der Kathrinhäger Kyffhäuser. 1966 ist er in die Kameradschaft eingetreten, sein Schwager hat ihn damals überredet, obwohl er gar nicht bei der Bundeswehr war. Geschossen wurde damals alle 14 Tage, Luftgewehr, bei Flentge im Saal, eine Zehnmeterbahn gab es, und es war die hohe Zeit der Vereine. Wichmann hat sich von den Kyffhäusern in die Pflicht nehmen lassen. Seit 45 Jahren übt er das Amt des Schießwarts aus. Und als vor neun Jahren sein Bruder starb, der damals das Amt des Vorsitzenden innehatte, da hat Wichmann 2006 auch den Vorsitz übernommen.

Am 2. Dezember 1888 wurde in Borstel eine Gründungsversammlung durchgeführt. Es wurde ein Vorstand gewählt, und am 1. Januar 1889 konnte der Kriegervein Auetal die Arbeit beginnen. 1963 wurde der Beitritt zum Kyffhäuserbund beschlossen. Die Kyffhäuser erleben landauf, landab eine Krise. Der Traditionsverband, der als Sozialverband und Hilfsorganisation gegründet wurde, ist stark überaltert, und Nachwuchs ist meist nicht in Sicht. Nicht nur in Kathrinhagen endet eine lange Tradition.

"Das Ende haben wir nicht aufhalten können"

Wichmann verweist auf die Überalterung. Irgendwann komme ein Punkt, an dem es nicht mehr nach vorn gehe, an dem nur noch abgewickelt werden könne. Mit drei Mann, so Wichmann, habe man zuletzt in der Kathrinhäger Kameradschaft geschossen. „Das Ende haben wir nicht aufhalten können.“ Anderen Kameradschaften sei es ähnlich gegangen, sagt Wichmann: Rodenberg, Algesdorf, Hattendorf, Schoholtensen, Klein Holtensen und Wiersen – alle sind Vergangenheit. rnk

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