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Lager für 6000 Tonnen Gärreste

Geruchsbelästigung befürchtet Lager für 6000 Tonnen Gärreste

Güllebehälter oder Gärrestlager – egal, wie man es nun bezeichnet, die Anwohner in Kathrinhagen und Westerwald haben noch immer Bedenken, dass die Geruchsbelästigungen durch den neuen, acht Meter hohen und gut 6000 Kubikmeter fassenden Behälter, groß wird. „Wir füllen dort keine Gülle ein, sondern die Gärreste aus der Biogasanlage“, erklärte Landwirt Heinrich-Jürgen Ebeling.

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Westerwald. Aufgrund der neuen Düngeverordnung, die gerade in Kraft getreten ist, ist das Düngen nach der Ernte der Hauptfrucht nur noch eingeschränkt möglich. Im Herbst und Winter darf quasi nicht mehr gedüngt werden. „Deshalb müssen wir die Gärreste lagern“, so Ebeling. „Das machen wir in dem neuen Lager in Westerwald. Und im Frühjahr bringen wir den natürlichen Dünger auf die Felder in der direkten Umgebung auf“, erklärte er den Neubau. So würde auch der Einsatz von mineralischem Dünger vermieden.

 Rund 6000 Tonnen fasst der Gärrestbehälter. Um ihn zu füllen, werden 220 Lastwagen oder Trecker mit Anhängern von Rolfshagen nach Westerwald rollen. „Das geschieht an 160 Tagen von Oktober bis März. Also müssen die Anwohner mit durchschnittlich zwei Fahrten pro Tag rechnen.“ Das sei keine außergewöhnliche Belastung, „denn Treckergespanne sind dort schon immer unterwegs gewesen“, sagt Ebeling.

Grünes Dach gegen Geruchsbelästigung

 200.000 Euro hat der Milchhof Ebeling in den Bau des Gärrestlagers investiert. „Noch sind wir nicht ganz fertig mit dem Rundbau“, so Ebeling. Demnächst kommt noch ein grünes Dach auf den Behälter, um eventuelle Geruchsbelästigungen weiter zu reduzieren. „Dann wird noch Erde angeschoben, damit der Behälter nicht so weit aus dem Boden herausragt und weniger auffällt“, erläuterte Ebeling. Auch die Zufahrtsstraße muss nach Bauabschluss hergerichtet werden, denn schließlich rollen schwere Zugmaschinen darüber.

 Der direkte Nachbar stellte übrigens gelassen fest, dass es dort schon immer etwas nach Landwirtschaft gerochen hat und er in dem Behälter kein Problem sieht. „Früher hatten doch alle Vieh im Stall – und da war das völlig normal. Wir leben hier nun mal auf dem Land“, sagte er gelassen.  la

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