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Mehr Partner, mehr Möglichkeiten

Auetal Mehr Partner, mehr Möglichkeiten

Es ein einfacher Beschluss, den der Gemeinderat Auetal morgen Abend zu fassen hat: Zu entscheiden ist über die Aufnahme der Stadt Porta Westfalica und der Gemeinde Emmerthal in den Tourismusverband „Westliches Weserbergland“ zum 1. Januar 2015.

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Das Auetal hat einiges zu bieten: Natur, Wanderstrecken, Tiere. Und manche kann der Tourist auch außerhalb eines Geheges beobachten.

Quelle: rnk

Auetal. Seit 2011 wird die gemeinsame Tourismusarbeit der vier Kooperationspartner Rinteln, Hessisch Oldendorf, Aerzen und Auetal durch den Zweckverband „Touristikzentrum Westliches Weserbergland (TWW)“ erbracht. Die Aufgabe des Verbandes: Vor allem den Tourismus in der Region fördern. Und so werden unter der touristischen Dachmarke Weserbergland die unterschiedlichen Möglichkeiten des Gesamtraumes erschlossen, gebündelt, aufeinander abgestimmt und so entwickelt, dass die Erholungssuchenden in der Region schlüssige Gesamtkonzepte und damit Erlebnisräume finden. Dies macht die Überwindung kleinteiliger Tourismusstrukturen erforderlich.

 Ziel ist es, professionelle Strukturen zu schaffen, die in der Lage sind, aus der Vielzahl der einzelnen touristischen Angebote in den Regionen Gesamtprodukte zu entwickeln, für den Kunden buchbar zu machen und zu verkaufen.

 Im Sommer vergangenen Jahres hat der Rat der Stadt Porta Westfalica beschlossen, dass das Thema Tourismus zukünftig auch in Porta Westfalica in der Wirtschaftsförderung wieder eine stärkere Gewichtung erfahren und mit professioneller Unterstützung nachhaltig ausgebaut werden soll. Dazu soll die Tourismusarbeit über eine interkommunale Kooperation mit dem Ziel einer vollständigen Integration in das TWW zusammengeführt werden; so kommt auch das Auetal ins Boot.

 Aus Kundensicht ist Porta Westfalica geografisch die Begrenzung der Region Weserbergland. Dort verläuft der Weserradweg, und Porta Westfalica stellt den Anfangs- und Endpunkt des Qualitätswanderweges Weserbergland-Weg dar. Mit dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal verfügt Porta Westfalica zudem über eine historische Stätte mit überregionaler Strahl- und Anziehungskraft.

 Im Zuge des vorgeschalteten Integrationsprozesses werden aktuell die für die Stadt Porta Westfalica erforderlichen Vorarbeiten geleistet. Der Stadtmarketingverein „Idee pro Porta“ ist dabei der Kooperationspartner der Stadt und trägt die Kosten für die Vorarbeiten. Die Stadt Porta Westfalica beabsichtigt zum Jahresbeginn 2015, Vollmitglied im TWW zu werden.

 Durch das Gebiet der Gemeinde Emmerthal verlaufen dagegen der Weserradweg, der Qualitätswanderweg Weserbergland-Weg sowie der Pilgerweg Loccum-Volkenroda. Mit dem Schloss Hämelschenburg befindet sich dort auch das Hauptwerk der Weserrenaissance und eines der wichtigsten touristischen Ziele im Weserbergland.

 Die Aufnahme der neuen Mitglieder macht eine Anpassung des bisherigen Beteiligungsverhältnisses erforderlich. In Anlehnung an die jeweiligen Übernachtungs- und Einwohnerzahlen sieht das so aus: Stadt Rinteln 36 Prozent, Hessisch Oldendorf 21 Prozent, Porta Westfalica 20 Prozent. Aerzen und Gemeinde Emmerthal jeweils acht Prozent und der Anteil der Gemeinde Auetal sinkt von neun auf sieben Prozent. Im reinsten Verwaltungsdeutsch heißt das Ergebnis so: „Mit Gültigkeit des neuen Beteiligungsverhältnisses reduzieren sich damit die Aufwendungen für die bisherigen Mitglieder des Zweckverbandes ‚Touristikzentrum Westliches Weserbergland‘ bei gleichzeitiger Beibehaltung des bestehenden Dienstleistungsspektrums.“ Soll heißen: Jeder zahlt künftig weniger, erhält aber gleichviel.

 Nach drei Jahren, so meint der Auetaler Bürgermeister Thomas Priemer, sei es verfrüht, von einem Erfolgsmodell zu sprechen, der Tourismus sei ein langfristiges und langwieriges Geschäft. Aber Zahlen lügen nicht, und so verweist Priemer auf die 12000 Euro, die die Gemeinde beisteuert, und das sei deutlich weniger Geld als noch zu der Zeit ausgegeben wurde, als die Gemeinde ihre Tourismusförderung in die eigenen Hände genommen hatte. „Wir mussten ja die Prospekte selbst anfertigen.“ Das bindet auch im Rathaus die eine oder andere Mitarbeiterkraft etwas länger.

 Aber das die Gemeinde im Tourismusbereich nach vorn gekommen sei, das sehe man daran, dass mehr Menschen als früher nach Unterkünften fragen würden, beispielsweise Wanderer. Das Problem dabei: Es gibt keine belastbaren Zahlen, weil es im Auetal zu wenige Hotels und Pensionen gibt. Ab einer gewissen Bettenzahl sind sie verpflichtet, die Zahl der Übernachtungen an eine statistische Stelle zu melden, das entfalle im Auetal.

 Aber der eine oder andere, so Priemer, habe leer stehenden Wohnraum in Ferienwohnungen umgebaut und werbe jetzt im Reisejournal dafür. Die Zielgruppe? Vor allem Wanderer, Radfahrer und Reiter, und bei denen genieße das Auetal mittlerweile einen guten Ruf. Priemer verweist auf die Pferdezuchten und Höfe mit Pferden: Dort sollte man sich durchaus mal der Idee nähern, „einen ausgewiesenen Reiterhof zu unterhalten“. Das sei fraglos ein Vollzeitjob, aber hierbei und generell gelte: Man kann sich im Auetal dem Tourismus nähern, ohne studiert zu haben. Priemer verweist auf Rinteln: Dort habe sich mit der Ansiedlung der Finanzschule ein eigener Markt für leer stehende Räume gefunden. Mittlerweile könnten die Studenten auswählen.rnk

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