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Messanlage soll Raser bremsen

83 Prozent zu schnell Messanlage soll Raser bremsen

15 000 Autos in zehn Tagen und davon 83 Prozent zu schnell. Der schnellste Autofahrer wurde mit 140 Stundenkilometern gemessen und das nicht auf der Autobahn, sondern in der Ortsdurchfahrt von Bernsen, wo 50 Stundenkilometer (km/h) gelten. Jetzt soll eine Messanlage die Raser bremsen.

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Gundula Dohm und Torben Stemme freuen sich darüber, dass die Autofahrer durch das neue Schild im ortseingang von Bernsen jetzt gebremst werden.

Quelle: la

Bernsen. „Vor zwei Jahren wurde während der Hauptversammlung des Heimatvereins Bernsen überlegt, was der Verein für den Ort tun könnte. Damals kam die Idee auf, ein Schild anzuschaffen, das die Raser in der Ortseinfahrt bremst“, erzählte Bernsens Ortsvorsteher Torben Stemme. Er nahm sich dieses Projekts an und stellte ein Jahr später seine Ergebnisse vor. „Welche Schilder waren möglich, und was kosten diese?“, lauteten die wichtigsten Fragen. Stemme stellte eine Messanlage vor, die den Autofahrern anzeigt, wie schnell sie unterwegs sind und bei der Überschreitung der vorgeschriebenen 50 km/h ein trauriges rotes Gesicht anzeigt. Wer vorschriftsmäßig fährt, kann sich über ein grünes Lächeln freuen. Die Kosten für eine solche Anlage betrugen 2000 Euro. Die Mitglieder des Heimatvereins stimmten der Anschaffung zu.

"Interessante Messungen"

Nun ging es darum, eine Genehmigung der Gemeinde Auetal und des Landkreises Schaumburg für das Aufstellen der Anlage zu bekommen. „Die Gemeinde zeigte sich von ihrer besten Seite, legte uns keine Steine in den Weg, sondern sagte sogar ihre Unterstützung zu“, so Stemme. Der Landkreis wollte vor der Aufstellgenehmigung zunächst einen Nachweis über die Anzahl der Fahrzeuge und deren Geschwindigkeit im Ort. „Dazu haben wir die mobile Messanlage der Gemeinde aufgestellt und interessante Zahlen gemessen“, so der Ortsvorsteher. Innerhalb von zehn Tagen sind 15000 Autos auf der Landesstraße 443 durch Bernsen gerauscht, davon 83 Prozent zu schnell. Sogar einen Raser mit 140 Stundenkilometern hatte die Anlage gemessen.

„Schade, dass die mobile Messanlage kein Foto davon geschossen hat, denn diesen Raser hätte man sofort von der Straße entfernen müssen“, meinte die Heimatvereinschefin Gundula Dohm. Sie wisse um die Gefährlichkeit durch die Raser in der Ortsdurchfahrt, und als Mutter liege ihr die Verkehrssicherheit der Kinder selbstverständlich ganz besonders am Herzen. Das Ergebnis der Messung musste Stemme vor der Verkehrskommission des Landkreises noch einmal erläutern – und dann kam endlich die Genehmigung.

Tritt auf die Bremse

Der Heimatverein bestellte das elektronische Schild, und dank der Unterstützung einiger Bernser Sponsoren belastete es die Vereinskasse nicht allzu arg. „Das ist es uns wert“, stellte Dohm fest. Da hatten die Bauhofmitarbeiter der Gemeinde das Schild nämlich am Ortseingang von Bernsen in Fahrtrichtung Rinteln aufgestellt – und fast jeder Autofahrer trat beim Blick auf die Anzeigentafel auf die Bremse.

„Ziel erreicht. Ich hoffe, dass sich die Autofahrer nicht an das Schild gewöhnen, sondern immer bremsen und langsam durch Bernsen rollen“, so die Hoffnung des Ortsvorstehers. la

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