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„Müssen Lauenau nicht Konkurrenz machen“

Erweiterung des Gewerbegebiets „Müssen Lauenau nicht Konkurrenz machen“

Eine wesentliche Richtungsentscheidung für das Auetal steht ins Haus: Die Erweiterung des Rehrener Gewerbegebiets. In einer nicht-öffentlichen Sitzung informierte die Verwaltung die Ratsfraktionen über die Möglichkeiten.

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Gewerbe statt Grünfläche: Eine Erweiterung in Richtung Escher oder in Richtung Schulstraße wäre Möglich.

Quelle: la

Rehren. Aus geographischen Gründen bietet sich nur eine Erweiterung nach Osten (In Richtung Escher) sowie eine Erweiterung nach Westen (Richtung Schulstraße) an, da sind sich alle einig.

Zwar gibt es im Gewerbegebiet noch etwa drei Hektar, die theoretisch frei sind. Doch sie gehören nicht der Gemeinde, können daher nicht direkt verplant werden. Bürgermeister Heinz Kraschewski sagt, dass zwar nicht 20 Bewerber Schlange stehen, aber doch alle paar Monate ein Interessent anfrage. „Dem erklären wir dann die Situation, und meistens melden sie sich nicht wieder.“ Denn viele Betriebe benötigen eine schnelle Lösung und wollen nicht eine etwaige Erweiterung abwarten.

Nun möchte die Gemeinde also – da sind sich alle einig – das Gebiet erweitern. Nur wohin, und um wie viele Quadratmeter, da scheiden sich derzeit noch die politischen Geister.

Belastung für Anwohner und Schüler vermeiden

Ein klares Bekenntnis zu einem der Standorte kommt von der Grünen Fraktionsvorsitzenden Anke Schmidt. „Eine Erweiterung in Richtung Schulstraße würden wir mit allen Mitteln verhindern wollen.“ Dort würden zu viele Anwohner und auch die Schüler durch Lärm und Schwerlast-Verkehr beeinträchtigt. „In Richtung Escher tun wir weniger Leuten weh als in Richtung Schulstraße“, so Schmidt. Die Grüne plädiert sowieso für eine – zumindest zunächst – kleinere Erweiterung des Gewerbegebiets. „Wir müssen Lauenau keine Konkurrenz machen.“

Siegbert Held, Fraktionsvorsitzender der Wählergemeinschaft, würde eine Erweiterung in Richtung Escher ebenfalls gutheißen. Das würde auch im Hinblick auf einen etwaigen achtspurigen Ausbau der A2 passen. Denn dann könnte die denkmalgeschützte Autobahnbrücke in Escher wohl nicht erhalten bleiben und das Gewerbegebiet könnte dann von beiden Seiten erschlossen werden. Derzeit muss 50 Prozent des Verkehrs auf die Autobahn durch den Rehrener Ortskern fahren. „Deswegen ist unser Gewerbegebiet auch nicht 1A“, verdeutlicht Bürgermeister Kraschewski. Gemeinden wie etwa Lauenau hätten den Vorteil, dass die Autobahnanbindung im freien Feld liege, das Gewerbegebiet daher keine Anlieger belästigen könne.

Rüdiger Teich von der SPD wollte sich auf Anfrage noch nicht zu Präferenzen seiner Partei äußern. Zunächst möchte er das Thema in den Gremien der SPD besprechen. Unstrittig sei aber, dass das Auetal eine Gewerbegebieterweiterung benötige. „Das ist zwingend notwendig, was wir jetzt entscheiden werden hat Auswirkungen auf die nächsten 20 bis 30 Jahre.

Alternative Mischgebiet

Für Thorsten Niedert wäre eine Erweiterung in Richtung Schulstraße zwar eine Option, aber nicht für eine „große Lösung“. Vorstellen könnte er sich dort ein Mischgebiet mit Gewerbe- sowie Wohnbebauung. Wobei man darauf achten müsste, dass kein allzulautes, verkehrsintensives Gewerbe angesiedelt würde. Auf jeden Fall brauche das Gewerbegebiet dann aber eine eigene Zufahrt.

Bevorzugen würde aber auch Niedert die Variante in Richtung Escher. Wobei er auch dort darauf drängt, in Ortsnähe nur Gewerbe mit geringem Belästigungsgrad anzusiedeln.

Doch vor allem politischen Entscheidungen steht die Frage, ob etwaige Landbesitzer im Osten wie auch im Westen bereit wären, an die Gemeinde zu verkaufen, oder etwaige Flächen zu tauschen. Keine Option für Niedert wäre es, das Gewerbegebiet zu zerreißen, in dem man etwa im Westen von Rehren Flächen schaffen würde.

Bürgermeister Kraschewski hält eine Erweiterung um 8 bis 10 Hektar für die nächsten zehn Jahre für wünschenswert. jak

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