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Auetal Nach Großbrand in Rehren: Geduld auf harte Probe gestellt
Schaumburg Auetal Nach Großbrand in Rehren: Geduld auf harte Probe gestellt
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21:55 07.02.2019
Rehren

Der Großbrand hatte am Pfingstsonntag allen Auetaler Feuerwehrleuten alles abverlangt. Trotz schnellen Einsatzes konnte der 1817 erbaute Familiensitz der Familie Baule nicht gerettet werden. Auf dem Dachboden war Stroh gelagert worden, das sich blitzschnell entzündet hatte. Um Brandnester löschen zu können, wurde während des Einsatzes der Dachstuhl des Wohnhauses abgetragen. Am Ende bliebt ein Trümmerhaufen.

Täglich wurde der Familie Baule durch die Brandruine ihr Schicksal neu vor Augen geführt. Die Senioren wohnen inzwischen in Deckbergen.

„Das ist für sie und für uns alle nicht leicht. Es kann sich niemand vorstellen, wie das ist, wenn man es nicht selbst erlebt hat“, sagte Almut Baule jetzt gegenüber dieser Zeitung.

Firma trägt Ruine ab

Die Familie Baule hat eine Firma damit beauftragt, die Brandruine bodengleich zu machen, was in den vergangenen Tagen geschehen ist. „Dazu waren wir verpflichtet und wollten das auch machen lassen, aber wie es nun weitergeht, das wissen wir nicht“, so Almut Baule. „Das bestimmen andere.“ Die Polizei hatte die Brandruine untersucht und weder einen konkreten Hinweis auf einen technischen Defekt noch auf Brandstiftung festgestellt.

Die Familie Baule hat zwar Pläne für die Zukunft, aber ob die umsetzbar sind, steht in den Sternen. „Nicht wir bestimmen, wie es weitergeht, das sind die Behörden und die Versicherung. Wir sind in diesem Fall ,nur‘ die Geschädigten“, so Almut Baule.

Positiv in die Zukunft

Es gehe weiter, aber eben nur langsam Schritt für Schritt. „Wir wissen selbst nicht wann, wie und wo“, erklärt die Rehrenerin. Was gestanden habe, müsse ersetzt werden.

Obwohl es keine leichte Zeit für die Familie Baule ist, sehen sie doch positiv in die Zukunft – und mit einer gewissen Dankbarkeit zurück, denn schließlich sei bei dem Brand „nur“ Sachschaden entstanden. Menschen und Tiere, darunter die wertvollen Reitpferde, seien unversehrt geblieben und hätten ein neues, wenn auch nur vorübergehendes Zuhause gefunden. Außerdem sind ein Teil der Stallungen und die Reithalle erhalten geblieben.

Von Kerstin Lange