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Auetal Neue Laternen sparen Kosten
Schaumburg Auetal Neue Laternen sparen Kosten
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00:16 18.10.2013
Der Hubsteiger ist momentan der Arbeitsort von Manfred Spenner und seinem Team. Sie tauschen alte HQL-Leuchten gegen moderne LED-Leuchtmittel aus. Quelle: jaj
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Auetal

Die Auswirkungen spüren Verbraucher seit Jahren: Der Verkauf von 25, 40 und 60 Watt-Glühbirnen wurde nach und nach verboten. Doch nicht nur Privatleute, auch die Gemeinde Auetal muss wegen der „Ökodesign“-Richtlinie tätig werden.

 Ab April 2015 wird nämlich auch der Verkauf von Quecksilberdampflampen, den sogenannten HQL-Lampen, verboten – und genau diese Leuchtmittel sind auch in den Straßenlaternen im Auetal noch zahlreich zu finden. Seit Beginn dieser Woche werden es jedoch stetig weniger, denn der Bauhof ist wieder unterwegs, um die energiefressenden HQL-Leuchten gegen Strom sparende LED-Lampen auszutauschen.

 Schon 2012 hat die Gemeinde nach einem Ratsbeschluss mit der Umrüstung der Straßenlaternen auf LED-Beleuchtung begonnen. Der Grund dafür ist zum einen die Richtlinie, zum anderen aber auch der Wunsch, Energie, und damit langfristig auch Kosten, einzusparen, erklärt Bauamtsleiter Friedhelm Liwack. „Eine HQL-Leuchte verbraucht 150 Watt pro Stunde, eine LED-Leuchte hingegen benötigt nur 22 Watt in der Stunde“, erklärt er. Und das bei vergleichbarer Lichtstärke.

 In diesem Jahr wird der Bauhof die Leuchtmittel von 112 Straßenlaternen austauschen. In neuem Glanz erstrahlen dann die Kathrinhagener Straße in Kathrinhagen und die Westerwalder Straße in Westerwald. In Rolfshagen werden die Straßenlaternen an der Rolfshagener Straße, der Napoleonstraße, am Westernholz, am Kühlen Grund, am Höheweg und an den Straßen Zum Bückeberg und Zum Knick umgerüstet. In Rehren kommen LED-Leuchtmittel an der Sandstraße, der Waitzenbinde, der Niederen Heide dem Alten Feld und der Rehrener Straße zum Einsatz.

 Rund 48000 Euro wird die Umrüstung dieser Straßenlaternen die Gemeinde kosten – inklusive der Gebühren für einen Hubsteiger, den die Bauhofmitarbeiter benötigen. Eine Belastung der Gemeindekasse, die durch die Einsparungen bei den Energiekosten aber schnell wieder aufgefangen werden kann, so Liwack. Er geht davon aus, dass sich die neuen Leuchtkörper bereits nach sechs Jahren amortisiert haben werden.

 Hinzu kommt, dass die Gemeinde für den Austausch auch eine Förderung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) erhält. Zwar fällt diese nicht mehr ganz so hoch aus wie noch im vergangenen Jahr, als 25 Prozent der Kosten erstattet wurden, aber über eine 20-Prozent-Förderung und damit etwa 8000 Euro kann sich die Gemeinde auch in diesem Jahr freuen.

 Bei den entstehenden Kosten handelt es sich dabei fast ausschließlich um Materialkosten. Für den Austausch an sich muss nämlich keine Fachfirma beauftragt werden, da das Team mit Bauhofleiter Manfred Spenner einen Elektro-Meister in ihren Reihen hat. Und der wird in den kommenden Tagen und Wochen mindestens 112-mal mit dem Hubsteiger in mehrere Meter Höhe fahren, um Alt gegen Neu auszutauschen.

 Beendet ist der Austausch der Leuchtmittel mit diesen 112 Straßenlaternen jedoch nicht. Auch im kommenden Jahr und vielleicht auch noch zu Beginn des Jahres 2015 will die Gemeinde fortfahren, Stromfresser aus ihren Laternen zu verbannen. „Wenn dafür Mittel im Haushalt bereitgestellt werden, wird es weitergehen“, stellt Liwack in Aussicht. jaj

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