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Neulinge verwundert über Schlick

Kommunalwahl im Auetal Neulinge verwundert über Schlick

Die politischen Geschehnisse im Auetal sorgen seit Tagen für Diskussionen und Verwunderungen. Jetzt haben sich die beiden Neulinge im Gemeinderat zu Wort gemeldet, und zwar zur Nichtannahme des Mandates von Rolf Schlick.

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Sebastian Huck (SPD) und Jörn Lohmann (CDU) sind erstmals bei der Kommunalwahl angetreten und wurden beide auf Anhieb in den Rat gewählt. Jetzt sind sie verwundert über einige Geschehnisse.

Von Kerstin Lange AUETAL. Der Rehrener war für die WGA bei der Kommunalwahl angetreten und wurde mit 117 Stimmen in den Rat gewählt. Er nahm die Wahl allerdings nicht an. Für ihn rückt nun der Bernser Martin Niemeier nach, der ebenfalls für die WGA kandidiert und 115 Stimmen bekommen hatte. Eine Begründung für seinen Schritt will Schlick in der kommenden Woche, gemeinsam mit Niemeier formulieren (wir berichteten).

 Sebastian Huck (SPD), der Kreisinspektor aus Raden, der mit Unterstützung von Heiner Thies vor allem im östlichen Auetal einen engagierten Wahlkampf geführt hat und mit 288 Stimmen in den Rat gewählt wurde, wollte die Meldung nicht unkommentiert hinnehmen.

 Mit Verwunderung habe er vernommen, dass Schlick sein Mandat nicht annehmen wird, obwohl dieser doch im Zuge der Personenwahl einen Sitz im Gemeinderat zugesprochen bekommen habe, sagte er gegenüber dieser Zeitung.

 „Als Politikneuling kann ich diesen Schritt nicht ganz nachvollziehen. Unabhängig von der noch zu erwartenden und bereits angekündigten Stellungnahme von Herrn Schlick, ist es aus politischer Sicht keine glückliche Vorgehensweise“, so Huck. Martin Niemeier, der den nun freigewordenen Platz einnehmen wird, habe zwar lediglich zwei Stimmen weniger bekommen, als Schlick, nichtsdestotrotz ließe sich hier eine Umgehung des politischen Willens vermuten. „Die so geschaffenen Tatsachen sind nicht deckungsgleich mit der Entscheidung der Bürger, diese haben anders entschieden“, monierte der 23-jährige Huck. „Durch solche Schritte sehe ich die Gefahr, dass die ohnehin bereits fortschreitende Politikverdrossenheit noch weiter gefördert wird.“

 Das sieht der ebenfalls 23-jährige Rehrener Jörn Lohmann, der für die CDU kandidiert hat, mit 313 Stimmen in den Rat der Gemeinde Auetal einzieht und auch in den Kreistag gewählt wurde, ähnlich. „Es ist einerseits das gute Recht von Rolf Schlick, auf sein Mandat zu verzichten. Andererseits haben die Wähler, allen voran die aus seinem Wohnort Rehren, die Herrn Schlick persönlich gewählt haben, ein Recht darauf, zu erfahren, warum sie fruchtlos zur Urne gegangen sind. Alles andere sieht aus wie Taktiererei und schürt Politikverdrossenheit“, so Lohmann gegenüber dieser Zeitung.

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