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Nur noch „Kleinkram“ erlaubt

Rehren / Autobahnschilder Nur noch „Kleinkram“ erlaubt

Weil die Firmen des Gewerbegebietes von der Autobahn aus nicht zu sehen sind, ändern Verwaltung und Politik die dortige Begrünung. Die Bäume sollen verschwinden.

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Eine dichte Vegetation entlang der Autobahn verhindert den Blick ins Gewerbegebiet.

Quelle: vbk

Rehren. Bis zu 90.000 Autos, die täglich am tiefer gelegenen Gewebegebiet vorbei fahren und es nicht sehen, weil die Bäume eine fast blickdichte Barriere bilden – das führt zu einer Klage, die die Gewerbetreibenden schon seit langer Zeit anstimmen: Man sieht uns nicht. Auch die Verwaltung sieht die Bäume mit Sorgen. Derzeit sei die Erkennbarkeit des Gewerbeareals mit den dortigen Betrieben durch den dichten Pflanzenbewuchs nicht möglich, mindestens jedoch für den Bereich zwischen Lärmschutzwand und Regenrückhaltebecken – in Richtung Escher – stark eingeschränkt.

 Diese Umstände hätten in der Vergangenheit dazu geführt, dass eine Vermarktung und Bewertung freier Grundstücke nahezu aussichtslos waren, heißt es dazu in der Verwaltungsvorlage. Die Frage also: Wie kann man die entsprechende Satzung ändern, ohne groß und intensiv in die Landschaft einzugreifen?

 Man legt einfach einen Bebauungsplan auf den Bebauungsplan, sagt Matthias Reinold vom gleichnamigen Planungsbüro, die Strecke mit den Bäumen, die unmittelbar nach den Lärmschutzwänden folgt, wird anders definiert – und dann kann man die hochstämmigen Bäume, die im Abstand von acht bis zehn Metern gepflanzt wurden, fällen.

 Man definiert die Satzung neu, und jetzt steht dort eben, dass auf diesem Grünstreifen nur Sträucher und Unterpflanzungen erlaubt sind. Wenn man so möchte: Nur noch „Kleinkram“. Die Bäume können weg. Ein Umpflanzen, so erklärt Reinold, wäre mit Blick auf die Kosten „unverhältnismäßig“.

 Weil wer an einer Stelle der Natur und der Landschaft etwas entnimmt, an anderer Stelle etwas hinzufügen muss, gibt es neue Bäume in Kathrinhagen. Dort verfügt die Gemeinde über 20.000 Quadratmeter, die für den Artenschutz gedacht sind. Dort wird es Ersatz geben: Bäume und feuchte Bereiche, für den Naturschutz und die Landschaftspflege. rnk

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