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Auetal Ortswehr steht zum „85-Jährigen“ bestens da
Schaumburg Auetal Ortswehr steht zum „85-Jährigen“ bestens da
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19:03 11.05.2015
Die Rehrener Nachwuchslöscher bei ihrem ersten Wettbewerb. Mit 192 Jahren waren sie die zweitjüngste Gruppe. Quelle: la
Hattendorf (la)

„Wir haben allen Grund zum Feiern, denn pünktlich zum Jubiläum stehen wir besser da denn je“, stellte Ortsbrandmeister Lars Weber bei der Siegerehrung fest. 35 aktive Mitglieder gehören der Hattendorfer Ortsfeuerwehr an, 24 Mitglieder sind in der Kinder- und Jugendfeuerwehr, und in der Garage stehen zwei neuwertige Autos. „Das sollte den Brandschutz auch noch über Jahre hinweg sicherstellen“, so Weber.

 Der erste Teil der Jubiläumsfeier, nämlich die Wettkämpfe, sind gut gelaufen. Am Freitag traten 22 Gruppen zu den „Eimerfestspielen“, denn Wettkämpfen nach „Alten Richtlinien“ an. Bei der Gesamtwertung der Eimerfestspiele wurde mit einem Altersbonus gearbeitet. „Je älter eine Gruppe, desto höher der Bonus. Die Eimerfestspiele werden hauptsächlich von älteren Feuerwehrleuten bestritten. Die sind aber nicht mehr so schnell wie die Jungen. Durch den Bonus habe alle die gleiche Chance“, erklärte Weber. Die jüngste Gruppe kam übrigens aus Feggendorf – Gesamtalter 190 Jahre – und die Älteste kam aus Rannenberg. Die Aktiven brachten es auf 447 Jahre.

 Doch dieser Bonus reichte Rannenberg diesmal nicht zum Sieg. Mit 55,5 Punkten wurden sie Zweiter. Gewonnen hatten die Gäste aus Soldorf mit 54,4 Zählern. Platz drei ging an Lyhren (70,0 Punkte). Den Sonderpreis für die schnellste Wehr „zu Wasser“ – also die Schnellsten beim Kuppeln – erhielten dann doch die Rannenberger. Sie benötigten 25,97 Sekunden.

 Bei den Leistungswettbewerben waren acht Gruppen aus sechs Feuerwehren gestartet. Mit bemerkenswerten 418,89 Punkten gewann die zweite Gruppe der Möllenbecker Ortsfeuerwehr vor Möllenbeck I mit 417,17 Punkten. Dritte wurden die Feuerwehrleute aus Schoholtensen/Altenhagen mit 410,3 Punkten. Auch in den einzelnen Zeittakten waren die Möllenbecker nicht zu schlagen und räumten alle vier Sonderpreise ab.

 Bei der Siegerehrung stellte Weber fest, dass die teilnehmenden Feuerwehren eine „kleine Familie“ seien, die sich ein- bis zweimal pro Jahr zu den Leistungswettbewerben treffen. „Dabei sind diese Wettbewerbe doch die allgemein anerkannten Leistungsprüfungen der Feuerwehren in Niedersachsen. Schade, dass nur sehr wenige Gruppen aus dem Landkreis an diesen Wettbewerben teilnehmen“, bedauerte der Hattendorfer Ortsbrandmeister.