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Pferd aus Zisterne gerettet

Rehren Pferd aus Zisterne gerettet

Nicht im Flur, sondern in der Wasserzisterne hat das Pferd gestanden – und es ist aus eigener Kraft nicht wieder herrausgekommen. Und damit es für die Feuerwehr nicht ganz so einfach wird, kam noch eine Hanglage dazu und ein völlig verschlammter, weil zertrampelter und durchnässter Bereich rund um die Zisterne.

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Das Bild lässt ahnen, wie tief das Tier im Schlamassel steckt. Mit einem Radlader, mit Schläuchen und einer Palette wird das Pferd später aus der Zisterne befreit.

Quelle: pr.

Rehren. Also: Was tun?

 Das war genau die Frage, die sich Jochen Clausing als stellvertretender Ortsbrandmeister der Feuerwehr Rehren/Westerwald stellte, als er über die Leitstelle, bei der der Besitzer des Hengstes um Hilfe und Rat nachgesucht hatte, zum Einsatzort geschickt wurde. Clausing war vor Ort eines sofort klar: Die Wehr bräuchte er nicht ausrücken lassen, denn die Kameraden hätten sich nur die Klamotten dreckig gemacht, helfen hätten sie nicht können. Also wurde nur der Einsatzleitdienst informiert. „Mit den Mitteln der Feuerwehr war der Hengst nicht erreichbar“, erklärt Clausing. Also stellte sich die Frage: Was nun? Vielleicht das Technische Hilfswerk anrufen und nachfragen: Habt Ihr das passende Geschirr, um ein Pferd aus einer 2,40 Meter tiefen Zisterne, die einst wohl als Wasserversorgung für die Obersburg genutzt wurde, herauszuheben? Mit einem Trecker, so Clausing, wäre man nicht einmal in die Nähe des Tieres gekommen. Aber Albert Haake vom Gut Oelbergen, der besitzt einen Radlager – vielleicht kommt man damit der Lösung näher?

 Clausing griff zum Handy und rief an, Haake setze sich mit dem Radlager in Bewegung und warf damit vor Ort die nächste Frage auf: Wie bringt man den Radlager auf einer schrägen Hanglage mit Schlamm überzogenen Flächen in Stellung? Und wie sichert man ihn dann? Das eigentliche Problem bei der Tierrettung lag laut Clausing darin, die Maschine überhaupt vor die Zisterne zu bekommen.

 Es hat seine Zeit gedauert, aber dann war der Radlager endlich so fixiert, dass er Halt hatte. Und nachdem eine Tierärztin dem Pferd eine leichte Beruhigungsspritze verpasste hatte, konnte die Bergung angegangen werden. Das Pferd erhielt B-Schläuche um Brust und Hüfte, auf dem Aufsatz des Radladers kam eine Palette, damit sich die Schläuche dort nicht verschieben konnten – und dann wurde das Tier hochgehoben. „Das war ein gewaltiger Akt“, sagt Clausing, „aber mittlerweile steht das Tier wieder zufrieden auf der Wiese.“

 Reichlich verärgert war der stellvertretende Ortsbrandmeister allerdings über die völlig ungesicherte und halb offene ehemalige Zisterne. Fast wie durch ein Wunder habe das Pferd den Sturz durch die Öffnung unbeschadet überstanden, so Clausing.rnk

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