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Plädoyer für Smartboards

Revolution im Klassenzimmer Plädoyer für Smartboards

Es bahnt sich eine Revolution an im Klassenzimmer – das Ende der Kreidezeit. Die gute alte Tafel, mit ihren kleinen Kreidestückchen daneben, sie ist ein Auslaufmodell.

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Bisher gibt es ein interaktives Whiteboard an der Grundschule Auetal. Vier sollen es zukünftig sein, geht es nach dem Rektor der Schule, Carl Gundlach. Aber unterstützt der Rat diesen Vorstoß?

Quelle: jak

Rehren. „Interaktive Whiteboards“, eine Kombination aus Beamer, Computer und – wer hätte es gedacht – einem weißen Brett, halten Einzug in immer mehr Klassenräume. In Rinteln sind diese auch „Smartboards“ genannten Geräte an den Grundschulen schon Alltag. „Auch im Gymnasium Ernestinum, an das unsere Schüler später gehen, haben bereits alle Fachbereiche so eine Tafel“, sagt der Rektor der Rehrener Grundschule, Carl Gundlach, und beklagt: „Aber im Auetal soll das abgelehnt werden.“

Nachdem der Schule zu Ohren gekommen sei, dass der Antrag auf drei Whiteboards vom Rat der Gemeinde höchstwahrscheinlich abgelehnt werden solle, hat man sich abermals mit dem Schulvorstand kurzgeschlossen und will noch einmal appellieren: „Unsere Kinder haben einen Nachteil gegenüber den Kindern aus Rinteln.“ Wenn die Auetaler Schüler erst im Gymnasium zum ersten Mal wirklich Kontakt haben mit den multimedialen Unterrichtsmethoden, die diese Smartboards ermöglichen, sei klar, dass sie einen Nachteil gegenüber den Rintelner Schülern haben, die bereits seit vier Jahren mit diesen Tafeln arbeiten.

„Die Dorfkinder dürfen nicht gegenüber den Stadtkindern benachteiligt werden“, bringt es ein Mitglied des Schulausschusses, Stefan Vollmer, auf den Punkt, der selbst ein Kind in der Grundschule Auetal hat. Natürlich seien die Smartboards keine Notwendigkeit, um den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten, sagt er, aber sie könnten sich auch als Standortvorteil für das Auetal bewähren. „Es ist kurzsichtig, zu sagen, dass wir das nicht brauchen, weil wir es uns nicht leisten können.“ Allerdings halte er es für sinnvoller, in allen Klassen auf diese Whiteboards zu setzen, „sonst ist die Umgewöhnung für die Lehrer zu schwierig“.

Auch der Rektor der Grundschule Süd in Rinteln, Manfred Asche, musste sich erst an die neuen Unterrichtsmittel gewöhnen. „Sie werden insbesondere von den jüngeren Kollegen benutzt, die Älteren benutzen sie nicht durchgängig“, berichtet er aus der Praxis. Und ja, auch ohne diese Geräte sei ein Unterricht möglich – „bis vor Kurzem ging es doch auch bei uns“. Man müsse auch heute nicht zwangsläufig auf diese Techniken zurückgreifen. „Aber es wäre schön, wenn die Kinder, die an die gleiche Schule gehen, dann auch die gleichen Voraussetzungen haben“, sagt Asche.

Gundlach findet, dass es am Geld nicht scheitern dürfe. 10000 bis 11000 Euro würden drei dieser Whiteboards eines Unternehmens kosten, das diese auch dem Gemeinderat schon vorgestellt habe. „Das ist keine gigantische Summe. Aber die Fraktionen haben wohl schon ausgemacht, dass wir das nicht bekommen“, sagt der Rektor. „Wir hatten schon einen langen Kampf um die EDV-Ausrüstung der Schule – aber mit Neuen Medien arbeiten wir ja nicht aus Spaß.“

Auch Sandra Eggersmann, Mitglied des Schulausschusses, meint: „Ich habe aus der Elternschaft nur Positives gehört. Ich weiß nicht, wieso man dagegen sein könnte.“ Sowohl für die Schüler als auch die Lehrer bieten die neuen Unterrichtsmittel zahlreiche Möglichkeiten – wenn man sich darauf einlasse. „Aber es ist ja ein altes Thema, dass das Schulsystem kaputtgespart wird.“ jak

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