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Protest gegen Restpostenmarkt

Rehren Protest gegen Restpostenmarkt

 Zur Nachnutzung des Aldi-Marktes hat sich jetzt Rosita Pennings vom gleichnamigen Blumen und Pflanzenfachhandel schriftlich an die Gemeinde Auetal gewandt.

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Sie hat Bedenken: Rosita Pennings vor ihrem Blumen- und Pflanzenfachhandel in Rehren.

Quelle: rnk

Rehren. Der Inhalt des Briefes: Man begrüße die Eröffnung eines Sonderpostenmarktes, aber Topf-, Balkon- und Beetpflanzen, Blumenerde und ähnliche Artikel sollten aus seinem Sortiment herausgenommen werden.

 Hintergrund: Damit der Sonderpostenmarkt im Gewerbegebiet einziehen kann, soll über die Bauleitplanung das zugelassene Sortiment deutlich erweitert werden.

 Rosita und Rob Pennings betreiben seit 19 Jahren gegenüber dem Aldi-Markt, der am 13. November schließen wird, ihren Fachhandel. Man habe das Warensortiment in den vergangenen Jahren verstärkt und ausgeweitet: „Wir sind als Fachhandel bestrebt, die beste Qualität an Blumen und Pflanzen anzubieten und zu verkaufen“, schreibt Rosita Pennings. Und: „Zurzeit beschäftigen wir 25 Arbeitnehmer in Voll- und Teilzeit.“ Die Firma sei bestrebt, die Expansion in nächster Zeit fortzuführen, also weiter zu wachsen, aber dies sei nicht möglich, wenn ein Nachfolger des schließenden Aldi-Marktes mit seinem Warensortiment „uns Kunden wegnimmt“. Sollten die angesprochenen Waren nicht aus dem Sortiment des Sonderpostenmarktes herausgenommen werden, „wird es bei uns langfristig einen Arbeitskräfte-Abbau geben, dieses ist sicher nicht im Sinne der Gemeinde Auetal“, beendet Rosita Pennings den Brief.

 Deutliche Worte findet auch Rob Pennings, als ihn Bela Lange sowie das Ehepaar Tom und Anke Schmidt mit der Unterschriftenliste (wir berichteten) besuchte. Rat und Verwaltung würden „überhaupt keine Rücksicht“ auf die schon bestehenden Geschäfte nehmen: „Wir sind seit fast 20 Jahren hier, wir haben uns etwas aufgebaut. Sie kriegen uns nicht kaputt, aber sie machen es uns sehr viel schwerer.“ Mit einem Sonderpostenmarkt, der auf Billigware setze, werde auch sein Warensortiment „heruntergestuft“, ist sich Rob Pennings sicher.

 Wer Qualität wolle, der kaufe bei Pennings, aber nicht ein einziger Kunde des Sonderpostenmarktes werde anschließend noch zu einem Einkauf bei ihm über die Straße wechseln. Aus seiner Sicht, so Pennings, wäre es besser gewesen, Rat und Verwaltung hätten sich für einen leer stehenden Aldi-Markt entschieden: Um den leeren Markant-Markt am Marktplatz kümmere sich ja auch keiner.

 Bürgermeister Thomas Priemer erklärte auf Nachfrage, dass ein Restpostenmarkt natürlich in Konkurrenz zu anderen örtlichen Betrieben stehen würde. Er könne daher die Sorgen der Gewerbetreibenden durchaus verstehen. Doch müsse man bedenken, dass der Restpostenmarkt nur zu einem gewissen Prozentsatz bestimmte Waren führen dürfe. Prozentsätze, die der Rat noch festlegen müsse. Doch würde man alle potenziellen Überschneidungen berücksichtigen, gäbe es keinen Ansatz mehr, dort einen Markt zu eröffnen. Auch im Aldi habe es immer wieder Blumen oder zur Einschulung entsprechende Angebote für Schulanfänger gegeben.

 Als nächsten Schritt wird der Plan nun für vier Wochen öffentlich ausgelegt, und jeder kann Stellungnahmen dazu abgeben, die gesammelt und ausgewertet würden. Der Rat der Gemeinde Auetal wird sich dann frühestens in einer Sitzung im Dezember mit dem Thema Restpostenmarkt beschäftigen. rnk, gok

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