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Raus aus der Schule, rein in den Wald

Rehren / Waldspaziergang Raus aus der Schule, rein in den Wald

Normalerweise gehört ein Wildschwein nicht zu den Geschöpfen, auf die man während eines gemütlichen Waldspaziergangs treffen möchte. Am Freitag war das anders.

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Von Jessica Rodenbeck

Rehren. Völlig ohne Scheu näherten sich die Dritt- und Viertklässler der Grundschule Auetal der Bache und ihren Frischlingen – wohl wissend, dass ihnen nichts passieren kann. Denn die Tiere waren nicht lebendig, sondern Teil der Waldrallye, die die Grundschule Auetal gestern bereits zum zehnten Mal angeboten hat.

 Gegen halb neun machte sich die erste Gruppe von insgesamt 24 kleinen Gruppen am Alten Sportplatz auf den Weg, den die Lehrer der Fachgruppe Sachunterricht schon einen Tag zuvor gemeinsam mit freiwilligen Eltern markiert hatten. Neun Stationen warteten auf dem Weg zum Hattendorfer Schützenhaus auf die Schüler, und an jeder musste eine kleine Aufgabe gelöst werden. Bei einigen wurde das Wald-Wissen der Kinder auf die Probe gestellt, das sie sich in den vergangenen Wochen im Sachunterricht angeeignet hatten. So galt es beispielsweise, Bäume an ihren Früchten und Blättern zu erkennen oder am Infomobil der Kreisjägerschaft präparierte Tiere zu benennen, was bei den eingangs erwähnten Wildschweinen noch einfach, bei der Bisamratte aber schon deutlich schwieriger war. An anderen Stationen waren Gedächtnis, Geschick oder Sportlichkeit gefragt. Und auch wenn bei der Rallye für die Kinder der Spaß im Vordergrund stand, hat die Aktion auch einen pädagogischen Hintergrund, versichert Lehrerin Carola Einhaus. „Es geht darum, dass die Kinder Zusammenhänge verstehen und Respekt vor der Natur bekommen“, erklärt sie. „Ich kann ja nur schützen, was ich kenne.“

 Der Schutz des Waldes stand dabei auch während der Rallye im Mittelpunkt, denn jedes Kind hatte schon im Vorfeld bestimmte „Waldregeln“ gelernt. Sie besagten beispielsweise, dass man im Wald nicht viel Lärm machen oder seinen Müll liegen lassen darf – und Letzteres wurde sogar überprüft. Am Start erhielt nämlich jedes Kind ein Traubenzucker-Bonbon. Das zugehörige Papier musste während einer späteren Station vorgezeigt werden.

 Über 20 Helfer waren insgesamt an dem Gelingen der Aktion beteiligt, und nicht alle davon gehörten zum Schul-Kollegium. „Ohne die Unterstützung der Eltern wäre eine solche Rallye überhaupt nicht möglich“, sprach Einhaus einer besonders wichtigen Gruppe ihren Dank aus.

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