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„Rettungskompetenzzentrum“ für Rolfshagen?

Rolfshagen / Verabschiedung „Rettungskompetenzzentrum“ für Rolfshagen?

24 Jahre lang hat Rüdiger Teich die Stützpunktfeuerwehr Rolfshagen als Ortsbrandmeister angeführt. Um sich mehr der Familie und der Kommunalpolitik widmen zu können, kandidierte er bei der jüngsten Jahresversammlung nicht mehr für das Amt (wir berichteten). Am Sonnabend wurde er mit einer Feierstunde im Feuerwehrgerätehaus verabschiedet.

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Mit einem Erinnerungsteller und einem Geschenk bedankt sich der stellvertretende Ortsbrandmeister von Rolfshagen, Jörg Waltemathe (r.), bei Rüdiger Teich für dessen langjähriges Engagement.

Quelle: la

Rolfshagen (la).  „Besonderen Verdiensten gebührt besondere Anerkennung, erst recht, wenn es sich um Verdienste um das Allgemeinwohl handelt“, stellte sein Nachfolger, Stephan Meier, während der Begrüßung fest. Teich habe stets Privates in den Hintergrund gestellt, um den Mitmenschen und seinen Feuerwehrleuten zur Seite zu stehen. Als Beispiel nannte Meier die Überschwemmungen nach dem Starkregen im Juni 2011. „Obwohl sein eigen Hab’ und Gut in Mitleidenschaft gezogen wurde, ist er mit den Feuerwehrleuten zur Hilfe der Mitbürger geeilt“, so Meier.

 Während der jüngsten Ratssitzung war Rüdiger Teich bereits zum Ehrenortsbrandmeister ernannt worden. „Diese Ernennung ist wirklich eine besondere Ehre“, stellte Bürgermeister Thomas Priemer am Sonnabend noch einmal fest, aber 24 Jahre als Ortsbrandmeister gewirkt zu haben, sei auch Grund genug, einen würdigen Abschied zu erfahren. Teich habe selbst unangenehme Aufgaben und Termine nach Möglichkeit immer selbst wahrgenommen oder abgearbeitet.

 „Die Disziplin hast Du natürlich auch von Deinen Feuerwehrleuten erwartet, die es sicher manchmal nicht leicht hatten, Deinen Anforderungen gerecht zu werden“, so Priemer. Das habe zuweilen auch Unbehagen ausgelöst, letztlich habe man sich aber immer wieder arrangiert, weil man einsehen musste, dass das Engagement Teichs dem Wohle der Ortsfeuerwehr Rolfshagen gedient hat.

 Außer dem Bürgermeister dankten auch Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Nothold, der stellvertretende Kreisbrandmeister, Rainer Kuhlmann, Stephan Konczak vom 2. Zug der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd, Notfallseelsorger Frank Waterstraat und die Rolfshäger Vereine Teich für sein langjähriges Engagement. Zahlreiche Geschenke konnte der scheidende Ortsbrandmeister in Empfang nehmen.

 Rüdiger Teich gehört der Ortsfeuerwehr Rolfshagen seit 1975 an. Als damals 14-Jähriger musste er zwei Jahre in der Warteschleife verbringen, bevor er im März 1977 seinen Grundlehrgang absolvieren konnte. Es folgten zahlreiche Lehrgänge und Fortbildungen und somit eine steile Feuerwehrkarriere. Sein Engagement bezog sich aber nicht nur auf die Ortsfeuerwehr. Er wirkte mit im erweiterten Katastrophenschutz, führte den 2. Zug der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd und den Zugverband West der Gemeinde Auetal.

 „Den Pieper wird Rüdiger auch in Zukunft eng bei sich tragen, denn er bleibt der Ortsfeuerwehr Rolfshagen erhalten und wird weiterhin am Ausbildungs- und Einsatzdienst teilnehmen, soweit es seine Zeit zulässt“, stellte Meier fest.

 „Mir war es als Ortsbrandmeister immer viel wertvoller, stets den Respekt der Menschen, als gelegentlich ihre Bewunderung zu haben“, sagte Teich. Sollte jemand mit dieser von ihm gelebten Devise zuweilen Probleme gehabt haben, so sei dies nicht sein Bestreben gewesen. „Niemand ist auf der Welt, um so zu sein, wie andere ihn gerne hätten“, stellte Teich fest.

 Für die Ortsfeuerwehr, aber insbesondere für den Ort könne er sich mittelfristig die engere Vernetzung der Rettungsorganisationen im Ort und den Ausbau dieses Standortes gewissermaßen als „Rettungskompetenzzentrum“ gut vorstellen. Dabei denkt Teich an einen Anbau an das Feuerwehrgerätehaus, um für das Einsatzfahrzeug und das „Seematerial“ der DLRG Rolfshagen Platz zu schaffen.

 Im Anschluss an die Feierstunde hat Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Nothold die Gelegenheit genutzt, um Stephan Meier zum Brandmeister zu befördern. Der neue Ortsbrandmeister von Rolfshagen ist im Januar gewählt und während der jüngsten Ratssitzung verpflichtet und vereidigt worden. Die notwendigen Fortbildungen und damit die Voraussetzungen für die Beförderung zum Brandmeister hat Meier bereits absolviert.

 Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Nothold (r.) befördert Stephan Meier zum Brandmeister.

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