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Rot-Grün ist Vergangenheit

Grüne bilden erstmals eigene Fraktion Rot-Grün ist Vergangenheit

Die Grünen werden keine Gruppe mehr mit der SPD bilden, sondern als eigenständige Fraktion im Rat der Gemeinde vertreten sein. Damit hat die SPD die Mehrheit im Auetal verloren.

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Auetal. „Wir haben keinen Vorteil durch eine Gruppe mit der SPD, aber erstmals die Möglichkeit als Fraktion im Rat vertreten zu sein“, stellte Anke Schmidt fest, die auch den Fraktionsvorsitz übernehmen wird.

1120 Stimmen haben die Grünen bei der Kommunalwahl erzielt und sind mit Anke Schmidt und Bela Lange in den Rat eingezogen. „Wir treten mit Frauenpower an, auch wenn wir etwas wehmütig sind, weil es Rolf Wittmann nicht geschafft hat“, so Schmidt. Wittmann werde die Neulinge im Rat aber unterstützen. „Als eigene Ratsfraktion können wir konstruktiver arbeiten und finden sicher mehr Beachtung und Gehör“, so Schmidt, die sich mehr Diskussionen und Demokratie davon verspricht. „Bei jedem Antrag muss gesprochen werden, und zwar mit allen Ratsparteien, denn es gibt auch mit der CDU oder WGA Schnittmengen“, so Schmidt. Im Verwaltungsausschuss bliebe der SPD die Mehrheit allerdings noch erhalten, denn dort stimmt der Bürgermeister mit ab.
„Mich hat die Entscheidung der Grünen nicht überrascht“, sagte Rüdiger Teich, Fraktionsvorsitzender der SPD. Das sei absehbar gewesen, da es doch zu viele differierende Ansichten zu verschiedenen Themen gebe. „Etwa in Sachen Gewerbegebiet Rehren. Hier muss die Gemeinde handeln und das Gewerbegebiet vergrößern und weitere Ansiedlungen von Firmen ermöglichen“, so Teich.
„Wir führen derzeit noch Gespräche mit eventuellen Partnern“, verriet der CDU-Fraktionsvorsitzende, Friedrich Gärling. Auch ihn hat die Entscheidung der Grünen nicht überrascht. „Eine Gruppe hätte keinen Sinn gemacht, aber eine Koalition hätte man trotzdem eingehen können. Aber ich denke so ist es auch okay für beide Parteien“, so Gärling. Überhaupt habe doch, vor allem in der letzten Zeit, immer große Einigkeit bestanden.
„Ich finde die Entscheidung der Grünen gut“, stellte Siegbert Held (WGA) fest. Er habe am Donnerstag Sondierungsgespräche mit Anke Schmidt geführt und ihr deutlich gemacht, dass auch eine Gruppe WGA/Grüne keine Vorteile bringe. Man hätte gemeinsam zwar einen Ausschussvorsitz mehr, aber auch das sei kein Vorzug, sondern eher ein Nachteil, wenn man sonst nur über ein Ausschussmitglied verfüge.
„Als Vorsitzender muss man sich bei den Diskussionen doch zurückhalten“, so Held. Man wolle mit den Grünen in der Opposition verstärkt zusammenarbeiten – nicht als Gruppe, sondern projektbezogen. „Auf jeden Fall ist die SPD-Mehrheit jetzt hin, was mich gefreut hat“, sagte Held. Es könne nun zu ganz neuen und häufig wechselnden Zusammenarbeiten kommen.

von Kerstin Lange

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