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Schluss mit Schneckentempo

Breitbandausbau Schluss mit Schneckentempo

Der Beschluss des Rates der Gemeinde Auetal fällt kurz und bündig aus: Der Bürgermeister wird beauftragt, im Rahmen des Breitbandausbaus Schaumburg eine Kooperationsvereinbarung zu Partnerschaft und Zusammenarbeit mit dem Landkreis Schaumburg zu schließen.

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Quelle: Symbolfoto (dpa)

Auetal. Denn die Gemeinde ist bei dem vom Landkreis vorgesehenen Ausbau der Bereitbandversorgung im Kreisgebiet beteiligt. Es ist in den nächsten Jahren auch ein finanzieller Schwerpunkt, der gestemmt werden soll.

Der Landkreis hat die Förderanträge für den Breitbandausbau gestellt, die Breitbandförderung des Bundes sieht einen Förderanteil von 50 Prozent vor. Die Richtlinie des Landes Niedersachsen weist einen Förderhöchstbetrag auf Landkreisebene von zwei Millionen Euro aus.

85 Prozent Förderquote

Der Zuwendungsbescheid über die Bundesmittel liegt dem Landkreis Schaumburg vor, die Entscheidung über die Landesförderung steht noch aus. Es ist eine Förderquote von 85 Prozent zu erwarten.

Nach Vorliegen der Fördermittelbescheide erfolgt durch den Landkreis eine formelle Ausschreibung des Breitbandausbaus. Der Eigenanteil der Ausbaukosten zwischen dem Landkreis und den beteiligten Kommunen wird je zur Hälfte getragen.

Im Auetal haben Rat und Verwaltung die berühmten Hausaufgaben gemacht: Aufgrund der zu erwartenden Förderquote ist davon auszugehen, dass der Finanzierungsanteil der Gemeinde durch die in den Haushaltsplanungen der Jahre 2016 bis 2018 bereit gestellten Haushaltsmittel gedeckt ist, ist man sich im Rathaus sicher. Dementsprechend ist eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Landkreis Schaumburg und der Gemeinde Auetal zu schließen.

20 Kilometer Glasfasertrassen

Nach der dem Landkreis vorliegenden, vorläufigen Breitbandausbauplanung für das Auetal müssen 65 Prozent des Gemeindegebietes ausgebaut werden, 35 Prozent werden oder sind von der Deutschen Telekom versorgt. Das bedeutet, dass im Gemeindegebiet 20 Kilometer neue Glasfasertrassen verlegt werden müssen.

Von den 1896 unterversorgten Wohneinheiten bekommen rund 90 Prozent einen Anschluss mit 50 bis 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s), weitere fünf Prozent können noch einen Anschluss mit 30 bis 50 Mbit/s erreichen. Bei den restlichen fünf Prozent können nicht ohne weitere Kosten Anschlüsse von mehr als 16 Mbit/s sichergestellt werden. Dies trifft überall dort zu, wo im Umkreis von 800 Meter kein Glasfaserkabel zu erreichen ist.

Zusammenarbeit

Die Verwaltung ist aber in Zusammenarbeit mit dem Landkreis bestrebt, auch diese nicht ausreichend bedachten Versorgungen (unter 16 Mbit/s) mit in die Planung einzubeziehen.

Die Kosten für diese zusätzlichen Ausbauleistungen können allerdings erst ermittelt werden, wenn der zu beauftragende Netzbetreiber feststeht, hieß es aus der Verwaltung. rnk

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