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Schluss mit freundlich

Ratin Rehren Schluss mit freundlich

„So Ihr Lieben, dann wollen wir mal beginnen“ – mit diesen Worten hat kürzlich der Vorsitzende des Auetaler Gemeinderates, Heiner Thies, die Ratsmitglieder begrüßt. Die Freundlichkeiten endeten, nachdem der Jahresabschluss 2016 beschlossen worden war und man sich einig darüber war, dass die knapp 130.000 Euro Jahresüberschuss in die Rücklagen fließen sollen.

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REHREN. Im Verwaltungsausschuss (VA) war beschlossen worden, 140.000 Euro außerplanmäßig für die Anschaffung eines neuen Bauhoffahrzeuges bereitzustellen. Hier hatte sich die WGA überrumpelt gefühlt. „Das wurde uns einfach zu schnell im VA beschlossen, deshalb werden wir uns heute enthalten“, sagte der WGA-Fraktionsvorsitzende Siegbert Held. Alle weiteren Ratsmitglieder stimmten der Investition zu und Bürgermeister Heinz Kraschewski erläuterte noch einmal kurz, dass es sich um eine dringende Anschaffung handelt, da der alte Lkw ersetzt werden muss.

Rüdiger Teich hatte für die SPD-Fraktion einen Antrag auf Ausbau des Familienzentrums zu einem Mehrgenerationenhaus als Tagestreff für Jung und Alt gestellt. „Dieser Antrag wurde bereits vor einem Jahr gestellt, erstmals vor drei Tagen im VA angesprochen und steht heute auf der Tagesordnung des Rates“, reklamierte Held. Die WGA fühle sich einmal mehr übergangen. Bei fünf Millionen Euro Schulden dürfe man die Kosten nicht aus den Augen lassen.

Selbstverständlich würden die Fachausschüsse später noch einbezogen, erläuterte Kraschewski. Teich stellte fest, dass es möglich sei, Fördergeld in Höhe von 70 bis 75 Prozent der Kosten zu bekommen.

Mit dem Zusatz „Die weiteren Entscheidungsschritte sind zwingend den Fachausschüssen vorzulegen“, stimmten alle Ratsmitglieder dem Beschlussvorschlag zu. Den gleichen Passus hatte die WGA im VA für den Antrag der SPD-Fraktion zur baulichen Entwicklung der Kindertagesstätte Rehren verlangt. Hier sollen die Kosten für einen Neubau und für eine Sanierung kalkuliert und gegenübergestellt werden.

Auch hier stellte Held fest, dass der Antrag der SPD bereits neun Monate alt sei und bislang nichts passiert ist. „Einer Machbarkeitsstudie stimmen wir zu, aber wenn wir die Kita Rehren betrachten, dann müssen wir auch die Schule und den Hort mit einbeziehen, aber alles unter Beachtung der Kosten“, so Held.

„WGA und SPD sind bei dem Thema nicht weit voneinander entfernt“, stellte der Bürgermeister fest. Bei der Diskussion um den Ausbau der Kita Escher sei vom Bauamt festgestellt worden, dass eine Erweiterung in Rehren nicht möglich sei.

„Wir werden auch nicht in zwei bis drei Jahren einen Neubau in Rehren erstellen, aber weitere Anbauten in Rehren gehen nicht, dazu ist die Bausubstanz zu marode“, sagte Manfred Spenner (SPD).

Anke Schmidt (Grüne) sprach sich für ein Mehrgenerationenhaus in Rolfshagen aus. „Wir gehen sogar noch weiter und wünschen uns auch in Rehren Kita, Schule und Hort unter einem Dach.“

Heftig „schoss“ Teich schließlich in Richtung WGA. „Wenn der WGA-Vorsitzende gegenüber der Zeitung davon spricht, dass in der Kita Rehren alles gut ist und die SPD keinen Antrag für einen Neubau stellen muss, dann leidet Siegbert Held scheinbar unter partiellem Realitätsverlust.“ Die Schuldenbremse sei übrigens auch nur noch für dieses Jahr festgelegt. „Ach, dann will die SPD die wohl abschaffen“, konterte Held, was aber von keinen SPD-Ratsmitglied bestätigt wurde.

Teich forderte ein Ende der Fundamentalopposition. Dem Antrag der SPD stimmten schließlich doch alle zu.

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