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Sollen Asylbewerber ins Gemeindehaus?

Initiative in Kathrinhagen Sollen Asylbewerber ins Gemeindehaus?

Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Auch die Kirchengemeinde Kathrinhagen-Rolfshagen will nicht untätig zusehen, sondern sich aktiv in die Flüchtlingssituation im Auetal einbringen.

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Kathrinhagen. Wenn es nötig wird, auch indem sie die Pilgerunterkunft im Kathrinhäger Gemeindehaus als Flüchtlingsnotunterkunft zur Verfügung stellt.

 Ausgestattet ist die Einrichtung mit acht Betten, einer Dusche sowie einer Damen-, einer Herren- und einer Behindertentoilette. Auch eine Küche ist vorhanden. „Das ist natürlich keine Massenunterkunft“, betont Pastorin Dorothea Mecking, aber als Übergangslösung, wenn die Gemeinde nicht genügend Wohnungen findet, wäre das eine Möglichkeit.

 Gerade unter Eindruck des nahenden Winters ist es notwendig, schnell und flexibel Unterkünfte anbieten zu können. Derzeit sind aber noch Wohnungen in der Gemeinde Auetal frei, die auch von Flüchtlingen bezogen werden könnten (wir berichteten).

 Derzeit leben laut Ortsvorsteher Manfred Spenner (SPD) keine Flüchtlinge in Kathrinhagen. Er betont, dass in der Unterbringungsfrage die Ortsvorsteher auf jeden Fall mit eingebunden gehören. „Man kann die Leute ja nicht einfach in eine Wohnung stecken, und dann kommt einmal im Monat ein Sozialarbeiter vorbei.“ Er möchte verhindern, dass Flüchtlinge im Auetal über Wochen oder Monate keine Ansprechpartner haben. Und gerade in einer dörflichen Gemeinschaft sieht er die Chance für eine vernünftige Betreuung der Schutzsuchenden. Ein besseres Bindeglied zur Bevölkerung als den Ortsvorsteher gebe es nicht. „Alle Parteien dürften jetzt eigentlich nur ein Ziel haben: die Leute gut unterzubringen, damit das Wohlwollen der Bürger, diese Menschen aufzunehmen, nicht umkippt.“

 Mecking, die bei der Sonntagspredigt die Entscheidung des Gemeinderates den anwesenden Gläubigen mitteilte, kann von keinerlei negativen Rückmeldungen berichten. „Ich habe das Gefühl, dass die Stimmung gut ist“, berichtet die Pastorin. Konkrete Hilfsmaßnahmen über die Unterkunft hinaus seien zwar noch nicht abgesprochen, aber in der nächsten Woche werde man sich unter anderem beim runden Tisch der Gemeinde beteiligen.

 Erste positive Reaktionen konnte Bürgermeister Heinz Kraschewski gestern vermelden. Nach Erscheinen des Artikels „Alle an einen runden Tisch“ am vergangenen Sonnabend, in dem er die anstehenden Probleme und möglichen Lösungen skizziert hatte, meldeten sich die ersten Auetaler, um Wohnraum für Flüchtlinge anzubieten.jak, rnk

 Der runde Tisch findet am Montag, 5. Oktober, ab 19 Uhr im Spiegelsaal in der Alten Molkerei Rehren statt.

 Die Pilgerherberge im Gemeindehaus Kathrinhagen könnte als Notunterkunft benutzt werden.rnk

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