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Spielgerät ist ausgesucht

Gemeinde Antendorf Spielgerät ist ausgesucht

Er ist eigentlich ein Ortsvorsteher, der aus der Not geboren worden ist. Hans-Jürgen Bethge war 35 Jahre lang SPD-Ratsherr und Ortsvorsteher in Antendorf. Vor fünf Jahren hat er beides in jüngere Hände übergeben – an Wolfgang Ulbrich.

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Hans-Jürgen Bethge hat die Realisierung des Dorfplatzes zu seinem Projekt 2017 gemacht.

Quelle: la

Antendorf. Dieser übte beide Ämter mit großem Engagement aus, musste aber nach nur vier Jahren aufgrund beruflicher Veränderungen wieder aufhören. Ein Nachfolger wurde nicht gefunden. „Für mich war klar, dass ich einspringe. Irgendwer musste es ja machen. Aber ich führe immer wieder Gespräche, denn inzwischen bin ich 71 Jahre alt und suche ganz dringend einen jüngeren Nachfolger“, so Bethge. Möglichst sollte sein Nachfolger auch für den Rat kandidieren, damit das östliche Auetal-Dorf auch in der Politik vertreten ist.

„Für einen Dorfplatz können wir Leader-Mittel beantragen“

Doch zunächst macht Bethge selbstverständlich weiter. „Das Projekt 2017 ist der Spielplatz – und da hänge ich mich noch mal richtig rein“, erzählt Bethge, und seine Energie ist sofort zu spüren. Das soll etwas Gutes werden. Das Grundstück zwischen dem Feuerwehrhaus und der Boulebahn soll genutzt werden, und zwar nicht als Spielplatz, sondern als Dorfplatz. „Für einen Dorfplatz können wir Leader-Mittel beantragen. Und wir schaffen damit etwas für alle Antendorfer, die jungen und die alten“, sagt Bethge. Das Grundstück werde schon seit Jahren von der Gemeinde gepachtet und von der Feuerwehr gepflegt. Der Eigentümer sei einverstanden. „Der sagte nur, dass dort ohnehin immer Kinder rumlaufen würden. Er hat nichts gegen unsere Pläne.“

Die Eltern hätten bereits viele Kataloge gewälzt und eine Spielanlage ausgewählt. Eine Kletteranlage aus Holz mit Rutsche, Wippe und Schaukel. Eine Sandkiste und weitere Spielmöglichkeit sollen in Eigenleistung von den Antendorfern gebaut werden. „Außerdem planen wir im Bereich des Bouleplatzes einen Pavillon. Das wäre auch für die älteren Bürger ein schönes Plätzchen“, so Bethge.

Rund 15 000 Euro sind für das Antendorfer Projekt im Haushalt der Gemeinde Auetal eingestellt worden. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Jetzt liegt es an der Gemeinde und an der Politik, ob und wann das umsetzbar ist.“ Wichtig sei, dass die Beratungen zügig zu einem Abschluss gebracht werden. „Die Leader-Mittel müssen nämlich rechtzeitig beantragt werden“, so der Ortsvorsteher.

29 Kinder im Alter bis zu zwölf Jahren leben derzeit in Antendorf. „Das ist schon ein Phänomen, denn wir sind nur noch 301 Einwohner, waren aber immer so 320“, erzählt Bethge. Die vielen Kinder, trotz des Rückgangs der Einwohnerzahlen, ließen auf eine Zukunft des Dorfes hoffen.

Die Gemeinde muss ran

„Wir müssen aber etwas dafür tun. Wir müssen unsere Dörfer liebenswert erhalten und im Auetal für Arbeitsplätze sorgen“, so der Ortsvorsteher. Seit der Dorferneuerung 1996 sei in Antendorf alles intakt und schön. „Es ist aber wichtig, dass das jetzt auch gepflegt wird, insbesondere von den Anwohnern.“ Die Gemeinde habe erst kürzlich einige Grünpflegearbeiten ausgeführt, seit langer Zeit das erste Mal. „Einige Bürger, die bislang die Pflanzbeete gepflegt haben, sind inzwischen alt geworden und können das nicht mehr. Hier muss die Gemeinde ran“, fordert Bethge.

Wichtig sei, gerade für die älteren Antendorfer, die Mobilität. „Einige haben schon festgestellt, dass es schwierig wird, für Besuche zum neuen Klinikum in Vehlen zu kommen. Hier muss die Politik etwas regeln. Vielleicht ähnlich dem Anruftaxi.“ la

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