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Auetal St.-Katharina-Kirche bleibt erhalten
Schaumburg Auetal St.-Katharina-Kirche bleibt erhalten
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21:52 30.09.2009

Auetal-Rehren. Vor rund eineinhalb Jahren kam die Meldung des Bistums Hildesheim, dass St. Katharina in die Kategorie C 2 fällt und damit die Profanierung vorgesehen war. Jetzt hat Bischof Norbert Telle das „Urteil“ aufgehoben und die Kirche in die Kategorie C 1 angehoben. „Das bedeutet, dass wir bis 2014 die volle finanzielle Unterstützung des Bistums erhalten. Lediglich bauliche Veränderungen werden nicht bezahlt“, freut sich Friedrich Brehmeier vom Kirchenvorstand der katholischen Gemeinde Bückeburg, der die Auetaler, gemeinsam mit Obernkirchen und Bad Eilsen, angehören.

Seine Meinung habe der Bischof wohl deshalb geändert, weil die Auetaler Gemeindemitglieder in den vergangenen Monaten großes Engagement gezeigt und sich gut dargestellt haben. Kirchliche Veranstaltungen und Aktionen wurden in St. Katharina angeboten, die Kinder- und Jugendarbeit gefördert und auch die Gottesdienste sind gut besucht. „Die Zahl der Gottesdienstbesucher steigt sogar noch an“, so Brehmeier. Auch die große Entfernung zur Kirche in Bückeburg hat wahrscheinlich für den Erhalt des Auetaler Gotteshauses beigetragen. Über 700 Unterschriften hatten Gemeindemitglieder für den Erhalt ihrer Kirche gesammelt. „Diese Liste haben wir dem Bischof nicht mehr übergeben, da schon, wenn auch inoffiziell, bekannt war, dass St. Katharina bestehen bleibt“, so Brehmeier.

Am vergangenen Sonntag hat der neue Pfarrer von St. Marien, Bogdan Dabrowski, einen Gottesdienst in Rehren gehalten und war erfreut über die große Zahl der anwesenden Gläubigen. Dabrowski ist seit Kurzem für die Gemeinde St. Marien zuständig, zu der auch die Gemeinden St. Josef in Obernkirchen, St. Johannis Evangelist in Bad Eilsen und eben die Auetaler Gemeinde zählen.

Dass das Bistum Hildesheim kein Geld für das Gebäude St. Katharina zur Verfügung stellt, sieht Friedrich Brehmeier nicht als Problem. „Die Kirche befindet sich in einem guten Zustand. Sie ist schließlich auch massiv gebaut worden“, so Brehmeier. Außerdem verfügt die Auetaler Gemeinde noch über eine größere Spende, die zweckgebunden ist und ausschließlich für Sanierungsarbeiten an St. Katharina verwendet werden darf. „Davon werden wir Anfang 2010 einen neuen Innenanstrich der Kirche finanzieren. Die ersten Angebote liegen uns bereits vor“, so Brehmeier. Außerdem war vor einem Jahr ein Verein zur Unterstützung der Kirche gegründet worden, dem inzwischen zahlreiche Mitglieder angehören.

Die 620 Auetaler Katholiken sind froh, dass ihnen ihre Kirche vor der Haustür, mit den Gottesdiensten und den weiteren Aktivitäten erhalten bleibt. „Wir wissen aber auch, dass wir beim Bistum auf dem Prüfstand stehen“, sagte Brehmeier. Daher wolle man weiter engagiert arbeiten, die Jugendarbeit noch mehr fördern, zum 50-jährigen Bestehen der Kirche im Jahr 2011 ein großes Kirchweihfest organisieren und bis dahin auch eine Kirchenchronik erstellen. „Außerdem müssen die Gläubigen weiterhin regelmäßig in unsere Kirche kommen“, so Brehmeier.

Nach der Zusammenlegung der Gemeinden zu St. Marien in Bückeburg sind die Auetaler noch mit zwei Personen im Kirchenvorstand vertreten. „Außerdem wird unsere Lenkungsgruppe weiter bestehen bleiben, die intensiv am weiteren Erhalt unserer Kirche arbeiten und viele weitere Aktivitäten organisieren wird. Auch über 2014 hinaus“, erklärte Brehmeier.

Die Kirchen in Bückeburg und Obernkirchen wurden in die Kategorie A eingestuft und gelten damit als unentbehrlich. St. Johannis Evangelist in Bad Eilsen hat allerdings die Kategorie C 2 behalten, was bedeutet, dass Gründe für eine Schließung vorliegen und die Profanierung eingeleitet wird. la

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