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TÜV sieht Mängel: In Zukunft Flüssiggas statt Heizöl

Auetal-Rehren / Ausschuss TÜV sieht Mängel: In Zukunft Flüssiggas statt Heizöl

Auf Beschluss des Umwelt- und Bauausschusses der Gemeinde Auetal werden die Heizungsanlagen der Grundschule Auetal und der Sporthalle von Heizöl auf Flüssiggas umgestellt. Der Anschluss erfolgt an das Versorgungsnetz der Firma Primagas.

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Auetal-Rehren (la). Notwendig wird die Maßnahme, weil bei der Überprüfung der Tankanlage im Januar 2011 in der Grundschule durch den TÜV Nord erhebliche Mängel festgestellt wurden. „Die Auflageträger des Tanks sind bedenklich korrodiert und bereits gebogen“, so Bauamtsleiter Friedhelm Liwack beim jüngsten Ausschusstreffen. Vom TÜV wurde eine Sanierung oder ein Austausch der Tankanlage mit Fristsetzung zum März 2011 gefordert und eine Betankung vor der Sanierung untersagt.

Weiterhin wurde der Außentank der Sporthalle Rehren geprüft. Dort wurde festgestellt, dass der Korrosionsschutz an der Außenwandung ungenügend ist. Die Untere Wasserbehörde des Landkreises Schaumburg forderte die Gemeinde Auetal auf, die vom Sachverständigen festgestellten Mängel unverzüglich zu beseitigen.
Um ein genaues Schadensbild der Tankanlage der Grundschule zu erhalten, wurden Auflageträger mit einer Kamera untersucht. „Hierbei wurde festgestellt, dass die Schäden noch größer sind, als vom TÜV festgestellt und eine Sanierung des 49 Kubikmeter großen, kellergeschweißten Öltanks nicht mehr sinnvoll ist“, so Liwack.
Es wurde aber vereinbart, dass der Tank, um die Heizperiode nicht unterbrechen zu müssen, noch einmal mit maximal 10.000 Litern befüllt werden kann und die Sanierung oder der Tausch des Tanks bis zum August 2011 durchzuführen ist.

Friedhelm Liwack stellte in der Sitzung zwei mögliche Varianten vor, die zum Tragen kommen könnten: Die Sanierung der Tankanlagen in der Grundschule mit reinigen, ausbauen und fachgerecht entsorgen kostet 4000 Euro, das Umsetzen der durch Einbau einer Gasheizung in der Alten Molkerei freigesetzten Tankanlage (10.000 Liter) würde mit 2500 Euro zu Buche schlagen.

Eine Erweiterung der Tankanlage durch Einbau von Batterietanks mit 9000 Liter Fassungsvermögen kostet noch einmal 8000 Euro. Die Instandsetzung des Korrosionsschutzes der Anlage in der Sporthalle wird noch einmal 7000 Euro betragen – macht summa summarum 21.500 Euro. Bei der Umstellung der Energieversorgung auf Flüssiggas mit Umrüstung der Brenneranlage entstehen Gesamtkosten von knapp 19.000 Euro.

Aus der Umrüstung der Anlage ergibt sich ein Synergieeffekt: Der Außentank kann nach der Reinigung als Feuerlöschtank in Rolfshagen verwendet werden. Daraus ergeben sich Minderkosten auf der Haushaltsstelle Feuerlöschwesen der Ortschaft Rolfshagen von etwa 10.000 Euro. Prüfkosten der Tankanlagen und Unterhaltungskosten fallen nicht mehr an und Gaslieferungen sind zurzeit kostengünstiger. Zusätzlich ergibt sich eine Reduzierung des CO2 Ausstoßes bis zu 30 Prozent.

„Wusste man das Ganze nicht schon vorher, als die Heizungsanlage der Sporthalle erneuert wurde?“, fragte Jürgen Menke (WGA) – und auch Rolf Wittmann (Grüne) stellte fest: „Es wäre schöner gewesen, wenn man das gleich bei der Planung der neuen Sporthallenheizung berücksichtigt hätte.“

„Zu dem Zeitpunkt wussten wir nichts davon“, erläuterte Liwack. Einstimmig wurde schließlich die Umstellung auf Gas beschlossen.

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