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Auetal TV-Zuschauer begleiten Heiner Thies: „Tschüss, ich gehe in Rente“
Schaumburg Auetal TV-Zuschauer begleiten Heiner Thies: „Tschüss, ich gehe in Rente“
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19:29 01.09.2011
Heiner Thies (von links) wird auf dem Dorfplatz in Wiersen von dem NDR-Team mit Timo Hayen, Annika Stitz und Henning Nieswandt interviewt. © la
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Wiersen (la). Der Polizeihauptkommissar, der als Einsatzführer einer Verfügungseinheit in Garbsen tätig war, schied aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Dienst aus. Aber nicht das ist es, was Heiner Thies so interessant macht, dass jetzt das NDR-Fernsehen ein Porträt von ihm erstellte, sondern seine zahlreichen Interessen und sein ehrenamtliches Engagement.

„Wir suchen Menschen, die sich in besonderen Situationen befinden“, erklärte Annika Stitz vom NDR, die Thies, gemeinsam mit Kameramann Timo Hayen und Tontechniker Henning Nieswandt, auf dem Weg in den Ruhestand begleitete. Über die Pressestelle der Polizei hatte der NDR den Kontakt zu Thies bekommen und nun die Reportage für die Sendung „Mein Nachmittag“ aufgezeichnet.

„Tschüss, ich gehe in Rente“, lautet der Titel der Reportage. Das Kamerateam hat Thies an seinem letzten Arbeitstag in Garbsen begleitet, war bei der offiziellen Verabschiedung dabei und beim „ersten Tag in Freiheit“.

Natürlich stand gerade am ersten Tag als Rentner die Frage im Vordergrund, was Thies nun mit seiner neu gewonnen Freiheit und der vielen Freizeit machen wird. „Ich bin zum Beispiel seit vielen Jahren Ortsvorsteher in Wiersen und kandidiere nun auch für die SPD für den Gemeinderat“, so Thies. Er würde sich sehr freuen, wenn er genügend Stimmen bekäme, um im Rat mitzuarbeiten. „Jetzt habe ich ja Zeit genug, und ich fände es gut, wenn die ehemalige Schulgemeinde Schoholtensen, mit den Orten Schoholtensen, Wiersen, Kleinholtensen und Altenhagen mit mehr Ratsherren vertreten wäre, als nur mit der einen WGA-Stimme von Wilhelm Riebe“, so Thies. Dazu müsste Thies aber nicht „nur“ von den 80 Wiersenern gewählt werden, sondern auch von Wählern der umliegenden Orte.

Als Ortsvorsteher hat sich Thies schon immer für den kleinen Ort im östlichen Auetal eingesetzt. Vor laufender Kamera hat er nun nochmals Bürgermeister Thomas Priemer darauf hingewiesen, dass es am Dorfplatz Probleme mit den Bussen gebe. „Hier fahren die Busse immer über den Rasen des Platzes, weil der Bereich einfach zu schmal ist. Die Schulkinder können hier nicht vernünftig in den Bus einsteigen. Das muss geändert werden“, forderte Thies. Priemer erkannte die Situation sofort und versprach, möglichst schnell Abhilfe zu schaffen. „Da muss nur noch ein kleines Stück zusätzlich gepflastert werden – und dann ist das Problem beseitigt. Das machen wir im nächsten Jahr“, versprach Priemer.

Schließlich interviewte das NDR-Team den Pensionär noch am idyllischen Dorfplatz. „Eines ist gewiss, ich werde kein Pensionär, der nie Zeit hat. Ich werde mir immer ausreichend Freiräume lassen“, stellte Thies dabei lachend fest.

Einfach wird das aber nicht, denn Thies hat ein großes Hobby, seine Pferde und das Kutschefahren. Heiner Thies ist zweiter Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins Auetal, Vorsitzender des Kreispferdesportverbandes Schaumburg und „Trainer B Fahren“. Thies unterhält mit seiner Familie in Wiersen einen gepflegten Geländeplatz, auf dem vielseitige Aktivitäten stattfinden – unter anderem Fahrlehrgänge für Gespannfahrer. Darüberhinaus steht ein Dressurplatz zur Verfügung, auf dem Trainingstage und Fahrlehrgänge mit anschließender Prüfung möglich sind.

Dies alles in Schuss zu halten, die Pferde zu versorgen und auch noch selbst zum Vergnügen der Ausfahrt zu kommen, wird den Pensionär in Zukunft beschäftigen. „Aber jetzt kann ich alles etwas ruhiger angehen, weil ja der Dienst mit den verschiedenen Schichten und Einsätzen nicht mehr ruft“, freut sich Thies.
Eine Woche lang hat das NDR-Team Thies begleitet und fertigt daraus eine 20-Minuten-Reportage. Gezeigt wird der Weg von Thies in den Ruhestand im NDR-Fernsehen „Mein Nachmittag“ vom 26. bis 30. September zwischen 16.10 und 17.10 Uhr. „Wir zeigen das interessante Porträt in einer Serie.

Täglich werden vier Minuten unserer Aufzeichnungen gezeigt, also von jedem Tag auf dem Weg in den Ruhestand ein Ausschnitt“, erklärte Stitz.

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