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Auetal Telefon-Abzocke
Schaumburg Auetal Telefon-Abzocke
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00:19 20.11.2017
Symbolbild Quelle: Archiv
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Auetal

„Zum Glück sind die Auetaler schlau genug und haben immer gleich aufgelegt und uns dann informiert“, sagte Kriminalhauptkommissar Andreas Wichmann.

Auch Anrufe vom Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden seien bei Bürgern eingegangen. „Das waren aber auch Betrüger“, so Wichmann. Ein Auetaler habe die Anrufer zurückgerufen. Allerdings ging niemand an das Telefon. Wenige Minuten später riefen die angeblichen BKA-Beamten zurück. „Sogar der Präsident des BKA, Herr Münch, habe zurückgerufen. So soll den Bürgern suggeriert werden, dass der Anruf echt ist“, erklärte Wichmann.

Ein Bürger habe das böse „Spiel“ etwas weiter mitgespielt. „Letztlich wollten die Anrufer Geld, und zwar entweder in bar bei einer persönlichen Übergabe, per Überweisungen über Western Union oder als Bitcoins, die nicht zurückverfolgt werden können“, erklärte Polizeioberkommissar Ralf Ebeling. Das alles sei Telefon-Abzocke, und die beiden Polizisten warnen eindringlich davor, darauf einzugehen. „Wir würden niemals wegen eines Haftbefehls anrufen“, erklärte Ebeling.

Auf keinen Fall zurückrufen

Die Betrüger würden sich mithilfe spezieller Computerprogramme die Möglichkeit schaffen, mit Rufnummern der Polizei, des BKA oder mit Notrufnummern wie der 110 bei Bürgern anzurufen. „Das sind immer Betrüger“, warnen die Polizeibeamten. „Hier sollte man auch auf keinen Fall die Wahlwiederholung drücken, denn das könnten teure Anrufe werden.“

Wichmann warnt außerdem vor dem Öffnen von E-Mail-Anhängen von Unbekannten. „Banken oder auch die Computerfirma Microsoft machen nichts telefonisch und E-Mails mit Zip-Dateien verschicken die auch nicht.“

Derzeit kursierten auch E-Mails, die angeblich von Amazon kommen – ebenfalls mit Zip-Dateien im Anhang. „Diese angeblichen Bestellbestätigungen keinesfalls öffnen. Amazon verschickt keine Zip-Anhänge“, warnt Wichmann.

Wichtige Tipps hat die Polizei in Broschüren zusammengefasst, die kostenlos auf jeder Wache zu bekommen sind. Ansonsten rät Wichmann: „Bei solchen Anrufen einfach auflegen und danach direkt bei uns anrufen oder vorbeikommen. Überhaupt sollten sich die Bürger immer an die Polizei wenden, wenn ihnen etwas komisch vorkommt.“ la

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