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Telefon-Betrüger am Werk

Angebliche Nichte verlangt hohe Geldsummen Telefon-Betrüger am Werk

Gleich viermal haben Betrüger am Donnerstag versucht, Senioren im Auetal übers Ohr zu hauen. In jedem Fall rief eine Frau bei den Senioren in Rolfshagen, Hattendorf, Krankenhagen und Westerwald an und gab sich als angebliche Nichte aus.

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Auetal. Unter einem Vorwand, wie etwa, dass sie schnell eine Anzahlung für eine Eigentumswohnung vorlegen müsse, forderten die Betrüger fünfstellige Geldsummen. „Besonders bedenklich ist, dass die Betrüger über die familiären Verhältnisse gut informiert waren“, sagt Rintelns Kripo-Chef Jörg Stuchlik. So habe die angebliche Nichte in einem Fall sogar den Namen der Nichte und den Namen ihres Mannes gewusst. „Man scheint sich also vorbereitet zu haben.“

In allen vier Fällen habe die Verdächtige Deutsch ohne Akzent gesprochen. Glücklicherweise erkannten die vier angerufenen Senioren die Betrugsabsicht. Zwei konfrontierten die verdächtige Frau noch am Telefon damit, woraufhin sie auflegte. „In den beiden anderen Gesprächen hatte man den Betrugsverdacht erst nach dem Telefonat “, sagt Stuchlik. Richtigerweise habe man dann die Polizei informiert. „Wir waren vor Ort und haben geschaut, ob jemand kommt.“ Es sei auch kein Problem, erklärt der Polizeibeamte, wenn es ein Fehlalarm sei. „Wenn am Ende die echte Nichte kommt und tatsächlich in Geldsorgen steckt, macht das gar nichts.“ Die Polizei rücke lieber 20-mal zu oft als einmal zu wenig an.

In der Vergangenheit habe man die Erfahrung gemacht, dass die Täter in so einem Fall einen Kurier schicken. „Die Nichte hat dann aus irgendeinem Grund keine Zeit“, so Stuchlik.

Senioren, die eine Betrugsabsicht bei einem Telefonat erkennen würden, könnten sich auch neutral verhalten und die Verdächtige nicht direkt damit konfrontieren. „Aber auf keinen Fall sollten sie Risiken eingehen und kein Treffen vereinbaren“, so Stuchlik. Der Kriminalpolizist geht davon aus, dass es in der näheren Zukunft noch mehr Versuche geben könnte, arglose Senioren zu betrügen. Die Nähe des Auetals zur Autobahn könnte diese Versuche begünstigen. Hinweis:

Die Polizeidienststelle in Rinteln erreichen Sie unter (05751)95450. Verdachtsfälle können natürlich auch unter 110 gemeldet werden.

jak

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