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Auetal Tietzer drückt die Schulbank
Schaumburg Auetal Tietzer drückt die Schulbank
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11:33 28.02.2018
NDR-Reporter Sven Tietzer muss die Schulbank drücken. Quelle: la
Hattendorf

Bevor es losging, hatten die TV-Mitarbeiter eine Menge zu tun. „Bei einer Begehung schauen wir uns alles an und überlegen dann, was wir zeigen“, erklärte Tietzer. Umrahmt wurde der Beitrag aus dem Museum mit Aufnahmen aus der Schillat-Höhle und durch Eindrücke aus dem Auetal. „Während ein Teil des Teams unterwegs ist und die Eindrücke hier im Auetal filmt, muss ich überlegen, wie wir was in so kurzer Zeit über den Sender bringen“, so Tietzer. Acht Minuten dauerte der Beitrag aus dem Heimatmuseum nur, aber es war eine prima Werbung für das Heimatmuseum und den Verein für Heimatpflege Auetal.

Ein ganzes Klassenzimmer

Etwa 150 Meter Kabel wurden im Museum verlegt, jede Szene zuvor genau abgesprochen und zeitlich getaktet. „Hier gibt es in den vielen, so liebevoll eingerichteten Räumen jede Menge zu entdecken – und genau das ist es, was ein Museum interessant und erlebbar macht. Dass die Dinge nicht in Vitrinen hinter Glas ausgestellt sind, sondern so präsentiert werden, wie sie früher genutzt wurden“, stellte Tietzer fest, als er in der Schulstube Platz genommen hatte. „Hier gibt es nicht eine Tafel und eine Schulbank, hier gibt es ein ganzes Klassenzimmer.“ Und auch der ehemalige Auetaler Schulleiter, Jörg Landmann, war mit von der Partie. Er kontrollierte während einer Schulstunde, ob der Reporter seine Hände gut gewaschen hatte, und befragte ihn zum Auetal und der Region. Tietzer hatte sich gut vorbereitet und konnte sich als fleißiger, schlauer Schüler präsentieren.

"Hier könnten wir uns jetzt trauen lassen"

Begleitet von der Vorsitzenden des Vereins für Heimatpflege, Britta Springmann, bummelte der Fernseh-Mann schließlich durch die Räume des Museums. Er nahm im Bad in einem Waschzuber Platz, frühstückte in der Küche und saß auf dem roten Sofa im Wohnzimmer. „Hier könnten wir uns jetzt trauen lassen“, erklärte Springmann.

„Ja, ich habe schon gehört, dass man hier fast überall heiraten kann. Hier im Wohnzimmer, aber auch in der Schulstube oder vor der alten Schmiede“, zeigte sich Tietzer begeistert. Genau das sei es, was das Museum so lebendig und erlebbar mache. In der Schlafstube legten sich Tietzer und Springmann kurz zur Ruhe, selbstverständlich hatten die fleißigen Museumshelfer zuvor die heiße Wärmflasche ins Bett gelegt.

Doch die Pause war nur von kurzer Dauer. Während ein Film von der Schillat-Höhle gezeigt wurde, den das Kamerateam morgens aufgezeichnet hatte, ging es für Tietzer und Springmann hinaus zur Schmiede. Dort zeigte Stefan Müller sein Handwerk, und schon waren die acht aufregenden Minuten wieder vorbei.

Der Abschied fällt nicht leicht

Dem Fernsehteam fiel der Abschied aus Hattendorf nicht leicht. „Wir wurden hier so nett aufgenommen und bestens versorgt“, so Tietzer. Bärbel Giesecke, die den Sender auf das Heimatmuseum in Hattendorf aufmerksam gemacht hatte, hatte Kuchen gebacken, Kaffee gekocht und einen riesigen Topf Gulaschsuppe zubereitet.

„Die heiße Suppe hat echt gutgetan und der Eierlikörtopfkuchen ist Weltklasse. So werden wir nicht überall bewirtet“, lobte der Reporter.

Wer den Beitrag verpasst hat, sollte ihn in der Mediathek des NDR anschauen. la